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Toxoplasmose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (26. Januar 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Überwiegend verläuft die Toxoplasmose harmlos – in der Schwangerschaft oder für immungeschwächte Menschen stellt die Infektion jedoch ein Risiko dar. Einfache Verhaltensregeln können eine Toxoplasmose aber wirkungsvoll verhindern.

Erreger der Toxoplasmose ist ein Parasit namens Toxoplasma gondii. Da er Säugetiere, Vögel und Menschen befällt, gehört die Toxoplasmose zu den sogenannten Zoonosen, also zu den zwischen Tieren und Menschen übertragbaren Erkrankungen. Zwischenwirte des Parasiten sind verschiedene Säugetiere und Vögel, Endwirte sind immer Katzen.

Die Übertragung der Toxoplasmose auf den Menschen ist durch den Verzehr von rohem beziehungsweise nicht vollständig durchgekochtem Fleisch möglich. Außerdem kann sich der Mensch den Erreger der Toxoplasmose über den Kot der Katze einfangen – etwa beim Reinigen der Katzentoilette.

Die mit der Toxoplasmose verbundenen Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen: In seltenen Fällen verursacht eine Toxoplasmose grippeähnliche Beschwerden (z.B. leichtes Fieber, Abgeschlagenheit, geschwollene Lymphknoten), die von selbst wieder verschwinden. Meistens verläuft die Toxoplasmose jedoch ohne Anzeichen einer Erkrankung und bleibt daher unbemerkt.

Schwerwiegend ist die Toxoplasmose in folgenden Fällen:

  • Wenn sich eine schwangere Frau zum ersten Mal mit Toxoplasmose infiziert: Dann kann das ungeborene Kind Schäden davontragen oder sogar sterben. Dabei ist der Zeitpunkt der Toxoplasmose-Infektion entscheidend: Bei einer Übertragung des Toxoplasmose-Erregers im ersten Schwangerschaftsdrittel sind die Folgen schwerwiegender als bei einer späteren Infektion.
  • Wenn sich Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem mit Toxoplasmose infizieren

Um die Toxoplasmose zu diagnostizieren, bestimmt man die Antikörper im Blut. In der Schwangerschaft ist es ratsam, diesen Toxoplasmose-Test regelmäßig zu wiederholen.

Auf eine Behandlung der Toxoplasmose kann man meist verzichten. Nur bei Risikopersonen und bei Auftreten von Beschwerden macht die Toxoplasmose eine Therapie mit Antibiotika notwendig.

Wer einmal eine Toxoplasmose durchgemacht hat, ist ein Leben lang immun – also vor einer erneuten Infektion geschützt.

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