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Toxoplasmose

Vor der Geburt erworbene (pränatale) Toxoplasmose

Stand: 29. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine vor der Geburt erworbene (pränatale) Toxoplasmose geht mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent von der werdenden Mutter auf den Fötus über, was sich durch verschiedene Symptome äußern kann: Abhängig vom Zeitpunkt und von der Intensität der Infektion sind eine Fehlgeburt, seltener eine Totgeburt oder Symptome wie ein Wasserkopf (Hydrozephalus), intrazerebrale Verkalkungen und Entzündungen der Augeninnenhaut möglich. Pränatale Infektionen treten bei etwa 2 von 1.000 Lebendgeburten auf.

Das Ausmaß der Symptome einer vor der Geburt erworbenen Toxoplasmose beim Kind hängt vom genauen Zeitpunkt der Infektion ab: Eine Toxoplasmose des Ungeborenen zu Beginn einer Schwangerschaft führt zu schweren Schädigungen; findet die Infektion später statt, ist das Ausmaß der Veränderungen geringer. Kommt ein pränatal infiziertes Kind zunächst scheinbar gesund zur Welt, so können Anzeichen für eine Toxoplasmose auch später auftreten: Dann kann es nach Monaten oder Jahren zu Spätschäden wie Entwicklungsstörungen, geistige Verlangsamung sowie Veränderungen der Augen bis hin zur Erblindung kommen.

Weiterlesen: Toxoplasmose: Diagnose

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