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Tollwut (Rabies)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (23. Januar 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Tollwut (auch Rabies genannt) ist eine lebensbedrohliche, durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. Menschen können sich vor allem durch den Biss eines erkrankten Tieres anstecken. Es ist jedoch ein wirksamer Schutz vor Tollwut durch Impfung möglich.

In Deutschland waren die Erreger der Tollwut früher vor allem bei wild lebenden Fleischfressern (Füchse, Dachse, Marder) verbreitet, die Rehe und Haustiere (Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde sowie Hunde und Katzen) infizierten. Die meisten Tiere steckten sich beim Fuchs an; die Ansteckung des Menschen mit Tollwut geschah überwiegend durch Bisse von Hund oder Katze. Nagetiere wie Eichhörnchen, Ratten und Mäuse spielen bei der Verbreitung von Rabies keine Rolle.

Inzwischen ist die Tollwut in Deutschland weitgehend gebannt.

Dank konsequenter Bekämpfungsmaßnahmen, vor allem durch Immunisierung der Füchse (mit sog. Impfködern), ist es hierzulande ebenso wie in einigen anderen europäischen Ländern gelungen, die Tollwut bei Wild- und Haustieren weitgehend zu beseitigen. In Deutschland ist Rabies nur noch durch Fledermäuse übertragbar.

In Deutschland hat der Mensch daher derzeit ein geringes Risiko, sich mit Tollwut anzustecken. Tollwut beim Menschen kommt hierzulande nur vereinzelt (in Form von eingeschleppten Fällen) vor. Ein Ansteckungsrisiko besteht vor allem bei:

  • Reisen in Tollwut-Länder oder
  • Kontakt mit infizierten Tieren aus diesen Gebieten

Allerdings ist jederzeit eine erneute Einschleppung der Tollwut nach Deutschland möglich (z.B. durch illegale Einfuhr ungeimpfter Haustiere aus Rabies-Gebieten – wie z.B. Weißrussland, Bosnien, Kroatien oder die Türkei), wenn auch unwahrscheinlich.

Wie viel Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Tollwut (sog. Inkubationszeit) vergeht, ist unterschiedlich. Durchschnittlich dauert es bei einer Rabies-Infektion drei bis acht Wochen, bis sich die ersten Krankheitszeichen zeigen. Die für Tollwut typischen Symptome sind:

Die Tollwut zu heilen ist dann nicht mehr möglich: Infolge zunehmender Lähmungen endet praktisch jede Erkrankung nach dem Auftreten der ersten Anzeichen einer Infektion tödlich. Durch sofort nach einem Biss eingeleitete Maßnahmen (wie die aktive und passive Immunisierung) gelingt es jedoch meistens, den Ausbruch der Tollwut zu verhindern. Außerdem ist in folgenden Fällen eine vorbeugende Tollwutimpfung zu empfehlen:

  • in Deutschland für beruflich gefährdete Menschen (wie Personen mit engen Kontakt zu Fledermäusen oder Laborpersonal, das mit Tollwut-Viren in Kontakt kommen kann)
  • vor Reisen in Tollwut-Länder

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