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Tollwut (Rabies, Lyssa)

Häufigkeit

Stand: 24. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Dank konsequenter Bekämpfung der Tollwut (Rabies, Lyssa) ist die Häufigkeit der Erkrankung in Deutschland, Österreich und einigen anderen europäischen Ländern nur noch gering auf: Vor allem durch Immunisierung der Füchse (mit sog. Impfködern) ist es dort gelungen, die Tollwut bei Wild- und Haustieren weitgehend zu beseitigen. Hierzulande können nur noch Fledermäuse die Tollwut übertragen. Allerdings ist es jederzeit möglich, die Tollwut wieder einzuschleppen: In den letzten 15 Jahren haben Reisende mehrfach mit Rabies infizierte Hunde nach Deutschland gebracht.

Die Tollwut beim Menschen weist in Deutschland mit durchschnittlich 1 bis 3 Fällen pro Jahr (Europa 30 Fälle) eine geringe Häufigkeit auf. Dagegen tritt die Tollwut in Asien (China 5.000, Indien 15.000) weitaus öfter auf; dieses erhöhte Rabies-Risiko ist auch bei Auslandsreisen zu beachten. Weltweit sterben rund 55.000 Menschen pro Jahr an Tollwut, wobei jedoch mit einer erheblichen Dunkelziffer, vor allem in Afrika und Asien, zu rechnen ist.

In Deutschland trat der letzte Fall von Tollwut beim Menschen im Jahr 2007 auf. Die Infektion mit dem Tollwutvirus fand jedoch nicht in Deutschland statt, sondern in Marokko, wo der Betroffene von einem streunenden Hund gebissen wurde.

Weiterlesen: Tollwut (Rabies, Lyssa): Ursachen

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