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Tinea (Dermatophytose)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. April 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Tinea ist eine Infektion der Haut durch bestimmte Pilze: sogenannte Dermatophyten. Infektionen der Haut durch Dermatophyten bezeichnen Ärzte auch als Dermatophytose oder Dermatomykose. Sowohl Tiere (v.a. Hund und Katze) als Menschen können den Hautpilz direkt übertragen; aber auch über verseuchte Erde, Gegenstände oder Fußböden kann sich der Pilz ausbreiten und zu einer Tinea führen. Die wohl bekannteste Dermatophytose ist der Fußpilz.

Dermatophyten sind hornliebende Fadenpilze, die sich in der Hornschicht der Haut oder in den Nägeln und Haaren von Menschen oder Tieren aufhalten. Die Dermatophyten können eine oberflächliche, seltener auch tiefer gehende Tinea auslösen. Grundsätzlich kann die Tinea an verschiedene Körperstellen, etwa dem Kopf, den Händen, am Körperstamm oder den Füßen auftreten.

Kennzeichnende Symptome der oberflächlichen Dermatophytose (Tinea superficialis) sind gerötete, scharf begrenzte juckende Hautstellen mit einem dunkleren, oft schuppigen Randwall. Die Hauterscheinungen der Tinea breiten sich ringförmig von innen nach außen aus und können landkartenartig zusammenfließen. Tritt die Tinea auf behaarter Haut auf, können Haare abbrechen und so kahle Bereiche entstehen. Einen Befall der Haare duch Pilze bezeichnet man auch als Trichomykose, einen Befall der Nägel als Onychomykose.

Die tiefer gehende Dermatophytose (Tinea profunda) bildet sich auf dem behaarten Kopf (Tinea capitis) und in der Bartregion (Tinea barbae) und ist durch stärker entzündliche Veränderungen, teilweise mit Eiter- und Krustenbildung, gekennzeichnet.

Von allen Dermatomykosen ist der Fußpilz (Tinea pedis) am häufigsten, der sich meist zwischen den Zehen bildet.

Der Arzt stellt die Diagnose mithilfe spezieller Verfahren: Hierzu gehören mikroskopische Untersuchungen, die Anzucht der Dermatophyten auf speziellen Nährböden und die Untersuchung im sogenannten Wood-Licht. Im Licht dieser Quecksilber-Hochdrucklampe erscheinen die für die Tinea verantwortlichen Hautpilze gelb-grün.

Bei jeder Form von Dermatophytose (Tinea corporis, Tinea pedis, Tinea capitis usw.) kommen zur Therapie örtlich anzuwendende Mittel gegen Pilzerkrankungen (sog. Antimykotika) zum Einsatz, die gegen Dermatophyten wirken. Bei einer ausgeprägten Tinea ist es manchmal auch erforderlich, das Antipilzmittel in Tablettenform einzunehmen. Bei angemessener Behandlung heilen die Hauterscheinungen in der Regel folgenlos ab. Auch abgebrochene Haare wachsen meist vollständig nach.

Wenn Sie einer Tinea vorbeugen möchten, ist es hilfreich, allgemeine Hygienemaßnahmen vor allem zur Fußpilzprophylaxe einzuhalten, jede Dermatophyteninfektion bei sich selbst ebenso wie bei Haus- und Nutztieren ausreichend zu behandeln und im Umgang mit Tieren auf Hygiene zu achten.

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