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Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Einer Tinea (Dermatophytose) können als Ursachen verschiedene Wege der Übertragung zugrunde liegen: Die für die Pilzinfektion verantwortlichen Pilze – die Dermatophyten – gelangen entweder aus dem Boden (geophil), von Tieren (zoophil) oder von Mitmenschen (anthropophil) in die Hornschicht der Haut oder in die Nägel und Haare.
Die häufigste Form der Dermatophytose, der Fußpilz (Tinea pedis), entsteht in der Regel durch Übertragung der Dermatophyten von Mensch zu Mensch. Mögliche Ursachen für die Ansteckung mit dem Hautpilz sind verseuchte Gegenstände wie Schuhe, Strümpfe oder Fußböden. Ein Fußpilz kann der Ursprung für Pilzinfektionen an anderen Körperstellen (z.B. an Zehen- und Fingernägeln) sein.
Andere Formen der Tinea haben in Deutschland ihre Ursachen in den meisten Fällen in einer Übertragung vom Tier auf den Menschen. Als verbreitete Haustiere stellen vor allem Hunde und Katzen häufige Infektionsquellen für die Dermatophytose dar. Bringen beispielsweise Reisende aus dem Süden Dermatophyten mit, finden diese Hautpilze im haustierreichen Deutschland optimale Bedingungen vor, unter denen sie sich weiter verbreiten können. Neben dem direkten Kontakt von Tier zu Mensch sind die Hautpilze auch indirekt über infizierte Gegenstände (Käfige, Bürsten, Kämme, Decken) oder über Parasiten, wie Flöhe und Milben, übertragbar. Die Dermatophyten sind in Hornmaterial mehrere Tage bis Wochen lebensfähig. Infizierte Tiere, besonders Katzen, zeigen oft keinerlei Symptome einer Tinea, stellen aber dennoch eine Ansteckungsquelle für den Menschen dar.
Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko einer Tinea (Dermatophytose) erhöhen und so als weitere Ursachen für eine Ansteckung mit dem Hautpilz infrage kommen. Begünstigende Faktoren sind ein feucht-warmes Klima oder ein feucht-warmes Hautmilieu, zum Beispiel durch körperliche Arbeit oder Schwimmen. Eine solche Umgebung bietet Dermatophyten günstige Wachstums- und Lebensbedingungen. Weitere eine Tinea begünstigende Risikofaktoren sind Übergewicht, Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen der Haut und ein geschwächtes Immunsystem (z.B. durch HIV, Immundefekte oder immunschwächende Medikamente). Außerdem sind Kinder und ältere Menschen vermehrt von Dermatophytosen betroffen.
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