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Tinea (Dermatophytose)

Tinea (Dermatophytose): Symptome

Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die bei einer Tinea (Dermatophytose) auftretenden Symptome unterscheiden sich je nachdem, ob der Hautpilz in der oberflächlichen oder die tiefer gehenden Form vorliegt. Daneben beeinflussen die durch Dermatophyten befallene Körperstelle, die Art des auslösenden Erregers und das Ausmaß der Pilzinfektion die Symptome der Tinea.

Tinea superficialis

Bei der oberflächlichen Tinea (Dermatophytose) oder Tinea superficialis zeigen die befallenen Hautbereiche die typische sogenannte Ringflechte: kleine, gerötete, juckende Stellen, die sich ringförmig ausbreiten. Diese Symptome sind rund angeordnet und durch einen dunkleren Randwall scharf begrenzt.

Bei der Tinea superficialis sind innerhalb der Entzündungsherde verschiedene Zonen zu erkennen. Der rote Randwall entsteht durch die entzündliche Reaktion der Haut auf Stoffwechselprodukte der Pilze und ist ansteckend. Im Zentrum der Herde findet sich die gerade abheilende Zone. Sie ist stärker pigmentiert und schuppt. Auf behaarter Haut sind die von der Dermatophytose betroffenen Stellen zusätzlich haararm bis haarlos beziehungsweise zeigen ein für die Tinea superficialis typisches Bild, das auch unter der Bezeichnung abgemähte Wiese bekannt ist und aus in gleichmäßiger Höhe abgebrochenen Haaren besteht. Wenn mehrerer Herde zusammenfließen, ergeben die Symptome ein landkartenartiges Bild.

Die Tinea superficialis kann am gesamten Körper Symptome zeigen. Entsprechend der betroffenen Körperstelle sind die folgenden Formen der oberflächlichen Dermatophytose voneinander abgrenzbar:

  • Tinea corporis: Die Symptome dieser Dermatophytose-Form treten am Rumpf auf – vor allem an Kontaktstellen an Armen und Oberkörper und in der Anal- und Leistengegend. Bei einem geschwächten Immunsystem finden sich manchmal generalisierte Infektionen des gesamten Körpers. Die Übertragung der Tinea corporis erfolgt in der Regel durch Tiere oder bei sportlicher Aktivität mit engem Körperkontakt. Kinder sind dabei am häufigsten betroffen. Eine Sonderform stellt das sogenannte Trichophyton-rubrum-Syndrom dar, das familiär auftritt und mit einer chronischen, ausgedehnten Infektion der Haut und Nägel einhergeht.
  • Tinea capitis superficialis: Diese Dermatophytose des behaarten Kopfs findet sich fast ausschließlich bei Kindern, seltener bei älteren Damen. Kennzeichnende Symptome sind kreisrunde Entzündungsherde mit schuppender Haut und abgebrochenen Haaren.
  • Tinea pedis: Bei dieser Form sind die Füße mit Dermatophyten infiziert (Fußpilz). Die Tinea pedis ist die häufigste Dermatophytose: 30 bis 70 Prozent der Menschen sind mindestens einmal in ihrem Leben von Fußpilz betroffen.
  • Tinea unguium: Diese Pilzinfektion der Nägel (allgemein als Onychomykose bezeichnet) tritt in einigen Fällen im Zusammenhang mit Fußpilz auf, vor allem bei einem geschwächten Immunsystem oder Durchblutungsstörungen. Etwa fünf bis zwölf Prozent der Europäer haben eine Nagelpilzinfektion am Fuß. Die Häufigkeit dieser Dermatophytose-Form nimmt besonders mit dem Alter zu. Typische Symptome sind brüchige und in ihrem Aussehen weißlich verändere Nägel.
  • Tinea palmoplantaris: Bei dieser Form ist die Haut der Hand- und Fußflächen verdickt und schuppig. Vor allem an den Fußrändern entstehen entzündliche Veränderungen, die an einen Mokassin erinnern. In der Regel zeigen beide Füße, aber nur eine Hand Symptome der Dermatophytose.

Weiterlesen: Tinea (Dermatophytose): Symptome – Tinea profunda

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