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Tics und Tourette-SyndromTics und Tourette-Syndrom(Stand: 1. August 2008) Tics sind plötzliche schnelle Bewegungen oder Lautäußerungen des Körpers, die ohne willentlichen Einfluss ablaufen und keinen bestimmten Zweck verfolgen. Ein Tic kann dabei einzeln oder rhythmisch in Serie auftreten und von den Betroffenen höchstens kurzzeitig unterdrückt werden. Häufige Beispiele sind dabei Augenzwinkern, Grimassen oder auffälliges Räuspern oder Hüsteln. Dies sind einfache Tics der Bewegung und der Stimme, so genannte motorische und vokale Tics. Liegen bei einem Betroffenen mehrere motorische Tics zusammen mit einem vokalen Tic vor, so wird dies als Tourette-Syndrom bezeichnet. Vorübergehende Tics sind im Kinds- und Jugendalter sehr häufig, wobei Mädchen seltener betroffen sind als Jungen. Diese Ticstörungen sind harmlos und verschwinden bald von selbst. Selten entwickelt ein Kind mehrere, über einen längeren Zeitraum bestehende (chronische) Tics oder ein Tourette-Syndrom. In diesem Fall ist meist eine intensive Psychotherapie, oft kombiniert mit einer medikamentösen Behandlung, nötig. Liegt ein schwerer Tic vor, sind die Betroffenen durch ihre bizarren Bewegungen oder Lautäußerungen im öffentlichen Leben sehr auffällig. Sie neigen dazu, sich sozial zurückzuziehen, und haben Probleme in der Schule oder am Arbeitsplatz, was häufig weitere psychische Probleme nach sich zieht. Weiterlesen: Tics und Tourette-Syndrom: Definition Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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