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Tic und Tourette-Syndrom: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. April 2014)

Ein Tic ist eine plötzlich auftretende, schnelle Bewegung (= Hyperkinese) oder Lautäußerung. Tics laufen unwillkürlich und ziellos ab. Mediziner unterscheiden vorübergehende Ticstörungen, chronische Ticstörungen und das Tourette-Syndrom:

  • Eine vorübergehende Ticstörung liegt vor, wenn ein oder mehrere Tics weniger als zwölf Monate andauern, wobei entweder nur Tics der Bewegung (motorische Tics) oder nur Tics der Stimme (vokale Tics) auftreten.
  • Eine chronische Ticstörung ist definiert als eine länger als ein Jahr bestehende Störung, die sich ebenfalls nur durch Tics der Bewegung oder durch Tics der Stimme äußert.
  • Der Begriff Tourette-Syndrom (benannt nach G. Gilles de la Tourette) bezeichnet eine chronische Ticstörung, bei der mehrere Tics der Bewegung in Kombination mit mindestens einem Tic der Stimme auftreten – aber nicht unbedingt gleichzeitig.

Meistens ist ein Tic eine angeborene – also primäre – Störung. Manchmal entstehen eigentümliche Gewohnheiten, Zwangshandlungen und gleichförmige, absonderliche Verhaltensweisen (Stereotypen) jedoch auch im Rahmen anderer Erkrankungen oder durch Medikamente (sekundär).

Häufigkeit

Recht viele Menschen haben mindestens einen Tic: Etwa 10 bis 15 von 100 Kindern im Grundschulalter sind von einem Tic betroffen, wobei es sich oft um einen vorübergehenden und einfachen, schwach ausgeprägten motorischen Tic handelt.

Das Tourette-Syndrom ist die häufigste Ticströrung bei Erwachsenen. Es beginnt bereits bei Kindern oder im frühen Erwachsenenalter. Das Tourette-Syndrom kommt bei Jungen und Männer etwa drei- bis viermal häufiger vor als bei Mädchen und Frauen.






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