Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Tic und Tourette-Syndrom: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. September 2012)

Ein Tic ist eine plötzlich auftretende, schnelle Bewegung (= Hyperkinese) oder Lautäußerung. Tics laufen unwillkürlich und ziellos ab. Per Definition unterscheidet man vorübergehende Ticstörungen, chronische Ticstörungen und das Tourette-Syndrom:

  • Eine vorübergehende Ticstörung liegt per Definition vor, wenn ein oder mehrere Tics weniger als zwölf Monate andauern, wobei entweder nur Tics der Bewegung (motorische Tics) oder nur Tics der Stimme (vokale Tics) auftreten.
  • Eine chronische Ticstörung ist definiert als eine länger als ein Jahr bestehende Störung, die sich ebenfalls nur durch Tics der Bewegung oder durch Tics der Stimme äußert.
  • Der Begriff Tourette-Syndrom (benannt nach G. Gilles de la Tourette) bezeichnet per Definition eine chronische Ticstörung, bei der mehrere Tics der Bewegung in Kombination mit mindestens einem Tic der Stimme auftreten – aber nicht unbedingt gleichzeitig.

Meistens ist ein Tic eine angeborene (primäre) Störung. Manchmal entstehen eigentümliche Gewohnheiten, Zwangshandlungen und sogenannte Stereotypien jedoch auch (sekundär) im Rahmen anderer Erkrankungen oder durch Medikamente.

Häufigkeit

Recht viele Menschen haben mindestens einen Tic, wobei die Häufigkeit bei Jungen beziehungsweise Männern insgesamt drei- bis viermal höher ist als bei Mädchen beziehungsweise Frauen. Etwa jedes achte bis zehnte Kind im Grundschulalter ist von einem Tic betroffen, wobei es sich oft um einen vorübergehenden und einfachen, schwach ausgeprägten motorischen Tic handelt. Schätzungsweise fünf Prozent aller Menschen haben mehrere chronische Tics. Tics bei Erwachsenen finden sich am häufigsten als Tourette-Syndrom: Diese Ticstörung beginnt bereits bei Kindern oder im frühen Erwachsenenalter.






Anzeige