Thymom: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

Die Diagnose eines Thymoms beginnt mit einem ausführlichen Gespräch zu Beschwerden und möglichen Vorerkrankungen (Anamnese) und einer anschließenden körperlichen Untersuchung.

Wenn der Verdacht auf ein Thymom besteht, veranlasst der Arzt in der Regel eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs. Da Thymome meist erst spät Beschwerden verursachen, werden die meisten zufällig entdeckt, wenn aus anderen Gründen eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs durchgeführt wird. Durch eine anschließende Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann der Arzt erkennen, wo das Thymom genau sitzt. Außerdem kann er auf diesen Aufnahmen erkennen, wie groß der Tumor ist und ob er möglicherweise schon in benachbarte Organe eingewachsen ist (sog. Infiltration). Anhand dessen ist eine Stadieneinteilung möglich, die das weitere Vorgehen bestimmt.

Die Diagnostik kann um eine sogenannte Octreotid-Szintigraphie ergänzt werden. Dabei bestimmt der Arzt, ob der Tumor vermehrt das Hormon Somatostatin speichert. Diese Eigenschaft ist wichtig für die spätere Behandlung.

Eine feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie) dient zur Abklärung, ob es sich um gutartiges oder bösartiges Gewebe handelt. Durch die Lage des Thymus ist es allerdings schwierig, eine Gewebeprobe zu entnehmen. Dies geschieht in der Regel erst im Rahmen der Therapie, bei welcher der Arzt das Thymom in einer Operation entfernt.

Differenzialdiagnose: Bei Kindern, besonders bei sehr jungen Säuglingen, kann vorübergehend die Thymusdrüse vergrößert sein und ähnliche Beschwerden wie ein Thymom verursachen (sog. Thymushyperplasie).

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