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Tetanus (Wundstarrkrampf)

(Stand: 30. Juni 2010)

Tetanus (Wundstarrkrampf) ist eine Infektionskrankheit, die durch Krämpfe und Lähmungserscheinungen gekennzeichnet ist. Sie kann entstehen, wenn bestimmte Bakterien über eine (meist verschmutzte) Wunde in den Körper eindringen.

Bei dem für Tetanus verantwortlichen Bakterium handelt es sich um Clostridium tetani. Dieser Krankheitserreger ist äußerst widerstandsfähig und kommt in unserer Umwelt praktisch überall vor. Die Bakterien können daher über Straßenstaub oder Erde in Wunden gelangen. Im Rahmen dieser Wundinfektion setzen die Bakterien einen Giftstoff (Toxin) frei, der den Tetanus – auch Wundstarrkrampf genannt – auslöst: Drei Tage bis drei Wochen nach der Infektion kommt es zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen. Diese beginnen im Gesicht und breiten sich nachfolgend auf den ganzen Körper aus.

Da die meisten Menschen gegen Tetanus eine Impfung erhalten haben, tritt diese Infektionskrankheit heutzutage sehr selten auf. Wenn sich Menschen verletzen, bei denen kein ausreichender Tetanus-Impfschutz besteht, so kann durch eine rechtzeitige Impfung noch verhindert werden, dass der Tetanus ausbricht. Sobald jedoch Symptome des Wundstarrkrampfs auftreten, können diese nur noch gelindert werden. Ein Gegenmittel gegen den Giftstoff des Tetanus-Erregers gibt es nicht. In etwa einem Drittel aller Fälle endet Tetanus tödlich – insbesondere, wenn ältere Menschen betroffen sind.

Weiterlesen: Tetanus (Wundstarrkrampf): Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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