Startseite > Krankheiten > Tetanus (Wundstarrkrampf)
Stand: 25. November 2012Veröffentlicht von: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Tetanus (Wundstarrkrampf) ist eine Infektionskrankheit, die durch Krämpfe und Lähmungserscheinungen gekennzeichnet ist. Sie kann entstehen, wenn bestimmte Bakterien über eine (meist verschmutzte) Wunde in den Körper eindringen.
Bei dem für Tetanus verantwortlichen Bakterium handelt es sich um Clostridium tetani. Dieser Krankheitserreger ist äußerst widerstandsfähig und kommt in unserer Umwelt praktisch überall vor. Die Bakterien können daher über Straßenstaub oder Erde in Wunden gelangen. Im Rahmen dieser Wundinfektion setzen die Bakterien einen Giftstoff (Toxin) frei, der den Tetanus – auch Wundstarrkrampf genannt – auslöst.
Tetanus äußert sich zu Beginn meist durch allgemeine Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Abgeschlagenheit. Schreitet der Tetanus weiter fort, kommen in der Regel weitere Symptome hinzu. Hier bei spielen Muskelkrämpfe die Hauptrolle. Dazu gehört die Verkrampfung der Kiefermuskulatur ("Kieferklemme" oder Trismus genannt) und der sogenannte Risus sardonicus, ein grinsender Gesichtsausdruck, der durch die verkrampfte Gesichtsmuskulatur entsteht. Es folgt eine vom Kopf und Nacken ausgehende Muskelstarre (Rigor) der langen Rücken- und Bauchmuskeln. Danach sind die Muskeln der Arme und Beine, der Rippen, des Kehlkopfs und schließlich die des Zwerchfells betroffen.
Diese schmerzhaften Krämpfe und Lähmungserscheinungen haben der Tetanus-Erkrankung ihren deutschen Namen "Wundstarrkrampf" verliehen. Die Krämpfe dauern ein bis zwei Minuten an. Sie können in Minutenabständen auftreten und werden dabei häufig durch geringste äußere Reize (z.B. Geräusche, Lichteinfall) ausgelöst.
Da die meisten Menschen in Deutschland gegen Tetanus eine Impfung erhalten haben, tritt diese Infektionskrankheit hierzulande mittlerweile sehr selten auf. Wenn sich Menschen verletzen, bei denen kein ausreichender Tetanus-Impfschutz besteht, so kann durch eine rechtzeitige Impfung noch verhindert werden, dass der Tetanus ausbricht. Sobald jedoch Symptome des Wundstarrkrampfs auftreten, können diese nur noch gelindert werden. Ein Gegenmittel gegen den Giftstoff des Tetanus-Erregers gibt es nicht. In etwa einem Drittel aller Fälle endet Tetanus tödlich – insbesondere, wenn ältere Menschen betroffen sind.
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