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Tennisarm, Golferellenbogen

Stand: 12. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Auch wer weder Tennis noch Golf spielt, kann einen Tennisarm oder Golferellenbogen entwickeln: Beides sind Schmerzsyndrome, die durch akute oder chronische übermäßige Belastung der Muskulatur entstehen.

Tennisarm und Golferellenbogen sind durch entzündliche oder degenerative Veränderungen im Ellenbogenbereich (sog. Epicondylitis humeri) gekennzeichnet und bedeuten eine eingeschränkte Gebrauchsfähigkeit des betroffenen Arms. Tennis- und Golfspieler sind hiervon häufig betroffen, was der Grund für die Bezeichnungen der Schmerzsyndrome ist. Bei den meisten Betroffenen sind jedoch Belastungen bei der Arbeit (wie handwerkliche Tätigkeiten oder intensive Computerarbeiter) die Auslöser für den Tennisarm oder Golferellenbogen.

Je nachdem, wo genau im Ellenbogenbereich die entzündlichen oder degenerativen Veränderungen vorliegen, treten die für Tennisarm und Golferellenbogen typischen Schmerzen an verschiedenen Stellen und bei unterschiedlichen Bewegungen auf. Anhand dieser Merkmale kann man die beiden Schmerzsyndrome voneinander abgrenzen:

  • Beim Tennisarm ist der Ellenbogenbereich speichenseitig – am Ansatz der Hand- und Fingerstreckmuskulatur – betroffen (Speiche = lat. Radius). Daher bezeichnet man ihn auch als Epicondylitis humeri radialis. Als typische Tennisarm-Symptome treten Schmerzen im Bereich des äußeren Ellenbogens auf, wenn man
    • den Unterarm dreht,
    • das Handgelenk gegen einen Widerstand streckt,
    • den Mittelfinger gegen einen Widerstand streckt oder
    • den Ellenbogen streckt und die Hand passiv gebeugt ist.
  • Beim Golferellenbogen ist der Ellenbogenbereich ellenseitig – am Ansatz der Hand- und Fingerbeuger – betroffen (Elle = lat. Ulna). Daher bezeichnet man ihn auch als Epicondylitis humeri ulnaris. Charakteristische Golferellenbogen-Symptome sind Schmerzen im Bereich des inneren Ellenbogens, die auftreten, wenn man
    • das Handgelenk beugt,
    • den Unterarm gegen einen Widerstand dreht oder
    • schwere Gegenstände hebt.

Beim Tennisarm und Golferellenbogen reicht die Therapie von Ruhigstellung über Salbenverbände und elektromechanische Stimulation bis hin zu Kortisonspritzen. Reicht diese Behandlung nicht aus, kann im weiteren Verlauf von Tennisarm oder Golferellenbogen eine Operation notwendig sein, um den Ansatz der Muskulatur zu lockern.

Weiterlesen: Tennisarm, Golferellenbogen: Definition

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