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Tennisarm, Golfarm

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (12. Februar 2014)

Tennisarm und Golfarm (bzw. Tennisellenbogen oder Golferellenbogen) entstehen durch akute oder chronische übermäßige Belastung der Muskulatur. Beide Schmerzsyndrome können – trotz ihrer Namen – auch Menschen treffen, die weder Tennis noch Golf spielen.

Allerdings haben Tennis- und Golfspieler häufig einen Tennisarm oder Golfarm, was der Grund für die Bezeichnungen der Schmerzsyndrome ist. In den meisten Fällen führen jedoch Belastungen bei der Arbeit (wie handwerkliche Tätigkeiten oder intensive Computerarbeiter) zu einem Tennisellenbogen oder Golferellenbogen. Hinter den Beschwerden stecken entzündliche oder degenerative Veränderungen im Ellenbogenbereich (sog. Epicondylitis humeri), die den betroffenen Arm nur eingeschränkt gebrauchsfähig machen.

Je nachdem, wo genau im Ellenbogenbereich die entzündlichen oder degenerativen Veränderungen liegen, treten die für Tennisarm und Golfarm typischen Schmerzen an verschiedenen Stellen und bei unterschiedlichen Bewegungen auf. Anhand dieser Merkmale kann man die beiden Schmerzsyndrome voneinander abgrenzen:

  • Beim Tennisarm (oft auch Tennisellenbogen genannt) ist der Ellenbogenbereich speichenseitig – am Ansatz der Hand- und Fingerstreckmuskulatur – betroffen (Speiche = lat. Radius). Daher bezeichnet man ihn auch als Epicondylitis humeri radialis. Als typische Tennisarm-Symptome treten Schmerzen im Bereich des äußeren Ellenbogens auf, wenn man
    • den Unterarm dreht,
    • das Handgelenk gegen einen Widerstand streckt,
    • den Mittelfinger gegen einen Widerstand streckt oder
    • den Ellenbogen streckt und die Hand passiv gebeugt ist.
  • Beim Golfarm (auch als Golferarm oder Golferellenbogen bezeichnet) ist der Ellenbogenbereich ellenseitig – am Ansatz der Hand- und Fingerbeuger – betroffen (Elle = lat. Ulna). Daher bezeichnet man ihn auch als Epicondylitis humeri ulnaris. Charakteristische Golfarm-Symptome sind Schmerzen im Bereich des inneren Ellenbogens, die auftreten, wenn man
    • das Handgelenk beugt,
    • den Unterarm gegen einen Widerstand dreht oder
    • schwere Gegenstände hebt.

Tennisarm: Video

Beim Tennisarm und Golfarm reicht die Behandlung von Ruhigstellung über Salbenverbände und elektromechanische Stimulation bis hin zu Kortisonspritzen. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kann im weiteren Verlauf von Tennisarm oder Golfarm zur Therapie eine Operation notwendig sein, um den Ansatz der Muskulatur zu lockern.






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