Tennisarm, Golfarm: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juni 2015)

Bei einem Tennisarm und Golfarm erfolgt die Therapie zunächst konservativ (d.h. nicht-operativ). In erster Linie ist es wichtig, eine Sportpause einzulegen beziehungsweise die ursächlichen Bewegungsabläufe bei der Arbeit zu meiden. Zudem kommt gegen den Tennisarm oder Golfarm eine physikalische Behandlung zum Einsatz, um die Schmerzen zu lindern: Geeignet sind bei einem Tennisarm oder Golfarm zum Beispiel Kältebehandlung (im akuten Stadium) oder Wärmebehandlung (im chronischen Stadium), Dehnübungen, Quermassage der Handgelenksmuskulatur (Querfriktion) und örtliche Ultraschallbehandlung oder eine sogenannte extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT).

Begleitend können bei einem Tennisarm oder Golfarm Medikamente gegen die Beschwerden helfen: Hierzu bieten sich Cremes und Salben mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Diclofenac oder Kortisonpräparate an. Manchmal spritzt der Arzt auch direkt an den Muskelansatz entzündungshemmende und schmerzstillende Mittel (Lokalanästhetika und Kortikoidgemisch). Zeigt der Tennisarm oder Golfarm durch diese Behandlung keine Besserung, besteht die nächste Maßnahme darin, den betroffenen Arm mithilfe einer Unterarmgipsschiene für zwei Wochen ruhig zu stellen. Bei starken Beschwerden kann eine Injektion mit Botulinum-Toxin („Botox“) den Muskel entspannen – dann ist der betroffene Muskel vorerst lahmgelegt.

Bei manchen Patienten hat auch eine Behandlung durch Akupunktur Erfolge gezeigt und zu einer Schmerzlinderung geführt.

Hilfe bei einem Tennisarm und Golfarm verspricht zudem (auch nach abgeschlossener Behandlung) eine sogenannte Epicondylitis-Spange: Dies ist eine speziell für den Golfarm und Tennisarm gefertigte Bandage, die den Muskelansatz am Ellenbogen entlastet. Sie können die Epicondylitis-Spange im Alltag und bei der Arbeit tragen.

Operation

Bei einem Tennisarm und Golfarm ist zur Therapie eine Operation nur in Einzelfällen sinnvoll. Die Operation kommt erst in Betracht, nachdem eine ausreichend lange – mindestens sechs Monate andauernde – konservative Behandlung von Tennisarm oder Golfarm versagt hat. Zur operativen Behandlung stehen unterschiedliche (offene und endoskopische) Methoden zur Verfügung, zum Beispiel:

  • Durchtrennung des Sehnenansatzes (OP nach Hohmann)
  • Durchtrennung der Nervenfasern (OP nach Wilhelm)

Das Ziel der Operationstechniken besteht darin, die chronisch angespannte Muskulatur zu entlasten und die Schmerzen zu lindern.


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