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Syphilis (Lues): Angeborene Syphilis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Dezember 2014)

Schwangere, die an einer Frühsyphilis erkrankt sind, können den Erreger sowohl während der Schwangerschaft auf den Fötus als auch bei der Geburt auf ihr Kind übertragen. Steckt sich ein Fötus im Mutterleib mit Syphilis an, liegen – ohne geeignete Therapie – die Chancen, dass das Kind Schwangerschaft und Geburt überlebt, bei etwa 60 bis 70 Prozent.

Mit dem Syphilis-Erreger infizierte Neugeborene zeigen meist keine Symptome. Nur bei wenigen treten unmittelbar nach der Geburt Symptome wie Atemschwierigkeiten oder Wassereinlagerungen (Ödeme) auf. Weitere mögliche Syphilis-Symptome sind eine vergrößerte Milz und Leber.

Die Symptome der angeborenen Syphilis entsprechen denen der Sekundärsyphilis des Erwachsenen. Besonderheiten sind der syphilitische Schnupfen, eine sattelförmig eingesunkene Nase und die sogenannten Parrot-Furchen (oberflächliche weiße Narben um den Mund). Ein Knochenbefall kann außerdem zu Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit führen (Parrotsche Pseudoparalyse). In seltenen Fällen kommt es bei angeborener Syphilis zur sogenannten Hutchinsonschen Trias: Die Kinder haben Hornhautschäden (Keratitis parenchymatosa), eine Innenohrschwerhörigkeit und tonnenförmige Schneidezähne.

Ab dem dritten Lebensjahr können bereits Symptome der Spätsyphilis auftreten, ab etwa dem zehnten Lebensjahr eine Tabes dorsalis.






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