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Forenexpertin: Dr. Frauke Höllering
Forum Sexualität
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Stand: 30. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Syphilis (Lues) ruft eine Vielzahl von Symptomen hervor, die von schmerzlosen Hautveränderungen bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen reichen. Je nachdem, welches Stadium die Syphilis erreicht hat, ändern sich auch die Symptome. Die vier Syphilis-Stadien heißen:
In diesem frühen Stadium der Syphilis bemerken die Betroffenen oft keine Symptome. Nach der Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch) entsteht ein schmerzloses, hartes Knötchen an der Stelle, wo die Syphilis-Erreger in den Körper gelangt sind (sog. Eintrittspforte). Da man sich über Sexualkontakt ansteckt, befindet sich dieses Knötchen in der Regel an Penis, Schamlippen, Vagina, im weiteren äußeren Genitalbereich, im Anus oder im Mund. Es zeigt eine ringförmige Verhärtung und verändert sich rasch zu einem Geschwür mit einem geschwollenen, eingerollten Rand und eingesunkener Mitte. Gleichzeitig schwellen die benachbarten Lymphknoten innerhalb einer Woche an.
Weil Schmerzen fehlen, bleibt das Geschwür, das als Primäraffekt, harter Schanker oder Ulcus durum bezeichnet wird, oft unbemerkt. Da der Primäraffekt außerdem nach vier bis sechs Wochen auch ohne Behandlung abheilt, gehen manche Betroffenen gar nicht zum Arzt – die Syphilis bleibt unbehandelt.
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