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Synästhesie

Synästhesie: Ursachen

Stand: 19. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Einer Synästhesie liegen erblich bedingte Ursachen zugrunde: Betroffene berichten, dass sie die zusätzlichen Wahrnehmungen schon immer hatten. Dies deutet darauf hin, dass Synästhesie angeboren ist. Die systematische Analyse der Stammbäume von Synästhetikern bestätigt dies: Synästhesien treten familiär deutlich gehäuft auf (bei 25% der Angehörigen ersten Grads).

Die für eine Synästhesie kennzeichnende Verkopplung von Sinneseindrücken hat ihre Ursache in abweichenden Nervenverknüpfungen: Das Gehirn ist bei Menschen mit Synästhesie anders verschaltet als bei Nichtsynästhetikern, sodass ein einzelner Sinnesreiz mindestens zwei Sinnesempfindungen verursacht. Dies ist auch messbar: Wenn Menschen mit Synästhesie Musik oder Sprache hören, dann ist in ihrem Gehirn nicht nur das Hörzentrum aktiv, sondern gleichzeitig auch das Sehzentrum, das eigentlich nur Gesehenes verarbeitet. Dies ist ein Beleg dafür, dass die synästhetische Wahrnehmung auf Vorgängen im Gehirn beruht und sich Synästhetiker die wahrgenommenen Farben nicht bloß einbilden.

Weiterlesen: Synästhesie: Ursachen – Drogeninduzierte Synästhesie

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