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Synästhesie

Synästhesie: Ursachen

(Stand: 25. Mai 2009)

Die einer Synästhesie zugrunde liegenden Ursachen sind bis heute nicht hinreichend geklärt. Synästhetiker berichten, dass sie die zusätzlichen Wahrnehmungen schon immer hatten. Dies deutet darauf hin, dass Synästhesien angeboren sind. Genanalysen bestätigen dies: Die systematische Analyse der Stammbäume von Synästhetikern ergibt, dass Synästhesien familiär deutlich gehäuft auftreten (bei 25 Prozent der Angehörigen ersten Grads) und dass weibliche Synästhetiker mit einem Verhältnis von sechs zu eins überwiegen, was einen an das X-Chromosom gekoppelten Erbgang vermuten lässt.

Die Gehirne von Menschen mit Synästhesie sind anders verschaltet als die von Nichtsynästhetikern. Wenn von Synästhesie Betroffene Musik oder Sprache hören, dann ist in ihrem Gehirn nicht nur das Hörzentrum aktiv, sondern gleichzeitig auch das Sehzentrum, das eigentlich nur Gesehenes verarbeitet. Dies ist ein Beleg dafür, dass die synästhetische Wahrnehmung eine hirnphysiologische Grundlage hat und sich Synästhetiker die wahrgenommenen Farben nicht bloß einbilden.

Weiterlesen: Synästhesie: Ursachen – Drogeninduzierte Synästhesie

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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