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SynästhesieSynästhesie: DefinitionStand: 19. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Synästhesie ist eine Kopplung von Sinnesempfindungen: Der Begriff Synästhesie setzt sich aus den Wörtern syn (griech. = zusammen) und aisthesis (griech. = Empfindung) zusammen. Synästhesie bedeutet in etwa Sinnesverschmelzung. Bei der häufigsten Form der Synästhesie nehmen die Betroffenen Gehörtes – wie Sprache, Musik oder Geräusche – unwillkürlich zusammen mit Zweitempfindungen, sogenannten Photismen, wahr. Bei diesen Photismen kann es sich um Farben, geometrische Formen oder Farbmuster handeln. Den ursprünglichen Auslöser, also den über das Ohr wahrgenommenen Reiz, und die optischen Zweitempfindungen erleben die Betroffenen als Einheit. Synästhesien sind individuell einzigartig: Jeder Betroffene erlebt sie anders. Ein Mensch, bei dem diese Art der erweiterten Wahrnehmung auftritt, ist ein sogenannter Synästhetiker oder Synästhet. In der Regel sind solche Menschen neurologisch und psychisch völlig gesund. Dank ihrer Synästhesie haben vermutlich viele von ihnen größere Fähigkeiten, zum Beispiel in Sachen Kreativität (was sich oft in der Kunst zeigt). Berühmte Synästhetiker waren die Komponisten Franz Liszt und Jean Sibelius sowie der Schriftsteller Vladimir Nabokov. HäufigkeitEine Synästhesie liegt schätzungsweise bei bis zu 1 von 300 Menschen vor, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher sein kann. In etwa 40 Prozent der Fälle treten verschiedene Varianten der Synästhesie bei einem Betroffenen auf, manche Varianten jedoch nur einmal unter 200 Betroffenen. Weiterlesen: Synästhesie: Definition – Historisches Das könnte Sie auch interessieren
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