Subarachnoidalblutung (SAB)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (05. Januar 2016)

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Bei einer Subarachnoidalblutung (SAB) dringt Blut in den sogenannten Liquorraum ein, der Gehirn und Rückenmark umgibt. Als Folge erhöht sich der Druck im Gehirn. Wird jetzt nicht sofort gehandelt, besteht Lebensgefahr. Häufig verursacht eine gerissene arterielle Gefäßerweiterung (Aneurysma) die Subarachnoidalblutung.

Typisches Symptom für eine Subarachnoidalblutung ist ein plötzlicher Kopfschmerz in bisher nie gekannter Stärke (sog. Vernichtungskopfschmerz). Daneben kommt es bei Betroffenen in der Regel zu weiteren Symptomen, wie etwa:

Wenn Sie glauben, bei sich Symptome einer Subarachnoidalblutung zu bemerken, sollten Sie den Notarzt rufen (112) oder sich – sofern möglich – sofort ins Krankenhaus begeben.

Oberstes Ziel bei der Therapie einer Subarachnoidalblutung ist es, das Leben des Betroffenen zu retten. Ist die Blutungsquelle bekannt, versuchen Ärzte, diese operativ zu verschließen.

Medikamente können Schmerzen lindern und dabei helfen, dass der Druck im Gehirn nicht weiter steigt. Generell sollten alle Umstände, die den Druck zusätzlich steigern, vermieden werden. Aus diesem Grund erhalten die Betroffenen in der Regel auch Wirkstoffe, die zum Beispiel den Stuhlgang erleichtern und Erbrechen verhindern (um "Pressen" zu verhindern). Nicht zu empfehlen sind blutverdünnende Mittel, da diese die Subarachnoidalblutung verstärken können.

Die Heilungschancen sind umso besser, je rascher eine Behandlung möglich ist: Bei etwa 33 Prozent aller Betroffenen mit leichten Symptomen nimmt eine Subarachnoidalblutung bei rechtzeitiger Therapie einen guten Verlauf.

Bestimmte Umstände können das allgemeine Risiko für eine Subarachnoidalblutung erhöhen, zum Beispiel:


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