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Stottern, Poltern und Stammeln

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Dezember 2015)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Kinder stottern, poltern oder stammeln zwar oft auffällig, wenn sie sprechen lernen – dies hört aber bald von selbst wieder auf. Stottert, poltert oder stammelt ein Kind jedoch weiter, hat es möglicherweise eine Sprachstörung und / oder Sprechstörung, die eine geeignete Behandlung nötig macht.

Bei Sprechstörungen sind Redefluss und Lautbildung beziehungsweise Aussprache (Artikulation) der Sprache gestört, was in der Regel bis zu einem Alter von fünf Jahren in einem gewissen Ausmaß normal ist. Bei Kindern mit Sprachstörungen hingegen sind die Sprachentwicklung und das Sprachverständnis nicht altersgerecht. Stottern ist eine Sprechstörung, während Poltern und Stammeln kombinierte Sprach- und Sprechstörungen sind:

  • Beim Stottern (Balbuties) ist der Redefluss gestört und durch stottertypisches unflüssiges Sprechen gekennzeichnet.
  • Beim Poltern ist die Sprechgeschwindigkeit erhöht; die Betroffenen machen viele Fehler.
  • Beim Stammeln (Dyslalie) treten Fehler in der Lautbildung auf, die für das Entwicklungsalter nicht normal sind.

Zu Stottern, Poltern und Stammeln kann es kommen, wenn Kinder keine normale Sprachentwicklung durchlaufen. Worin genau die Ursachen der Sprachstörungen und Sprechstörungen liegen, bleibt manchmal unklar.

Allgemein können erbliche, körperliche und psychosoziale Einflüsse bei der Entstehung solcher Störungen eine Rolle spielen. Allerdings können Stottern, Poltern und Stammeln auch durch viele andere Faktoren (z.B. Zweisprachigkeit, Hörstörungen, verminderte Intelligenz) bedingt sein, weshalb eine gründliche Diagnose ratsam ist.

Besteht der Verdacht, dass Sprache oder Sprechen bleibend gestört sein könnten, ist es wichtig, der Störung möglichst frühzeitig genau auf den Grund zu gehen und so die geeignete Therapie gegen das Stottern, Poltern oder Stammeln einleiten zu können.

Um ein Stottern, Poltern oder Stammeln bei Kindern zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die Sprache und das Verständnis zu schulen – zum Beispiel, indem man viel redet oder Lieder singt. Wenn sich die Sprachstörung oder Sprechstörung bei einem Kleinkind dennoch hartnäckig hält, ist es immer ratsam, ärztliche Hilfe zu suchen, denn nur so kann man sicherstellen, dass sich das Kind optimal weiterentwickelt.

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