Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Stottern, Poltern und Stammeln > Ursachen

Stottern, Poltern und Stammeln

Stottern, Poltern und Stammeln: Ursachen

Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die für Sprech- und Sprachstörungen wie Stottern (Balbuties), Poltern und Stammeln (Dyslalie) verantwortlichen Ursachen lassen sich aufgrund der Komplexität von Sprache und Sprechen nicht immer genau eingrenzen.

Allgemein kommen für die Entstehung von Sprachstörungen erbliche, körperliche und psychosoziale Faktoren infrage. Jedoch ist es bei Stottern, Poltern und Stammeln immer ratsam, auch gesellschaftliche und kulturelle Faktoren (z.B. Zweisprachigkeit), Beeinträchtigungen im Bereich der Motorik oder der Sinne (z.B. Hörstörungen) sowie eine verminderte Intelligenz der Betroffenen durch eine umfassende Diagnose als Ursachen auszuschließen.

Stottern

Stottern (Balbuties) hat meist viele verschiedene Ursachen, bestehend aus psychischen, neurologischen und erblichen Komponenten:

  • Psychogene Ursachen: Zu einem großen Teil bestimmen die Umstände der ersten Lebensjahre und der Sprachentwicklung das Stottern. Bei fast 70 Prozent der Stotterer kann man psychogene Einflüsse nachweisen und nur bei 20 Prozent kann man sie sicher ausschließen.
  • Neurologische Ursachen: Ein Großteil der stotternden Kinder weist auffällige organische Befunde am Gehirn auf. Außerdem tritt bei Kindern mit einer Hirnschädigung in 20 Prozent aller Fälle Stottern auf.
  • Erbliche Ursachen: Der erbliche Einfluss auf die Entstehung von Stottern ist zwar nicht so hoch wie früher vermutet, jedoch ist bei etwa 8 Prozent der Fälle eine erbliche Komponente nachzuweisen.

Poltern

Die dem Poltern zugrunde liegende Ursachen sind nicht umfassend geklärt. Da das Poltern in manchen Familien gehäuft auftritt, scheint Vererbung eine Rolle zu spielen.

Stammeln

Stammeln (Dyslalie) ist bis etwa zum vierten Lebensjahr ein Teil der normalen Sprachentwicklung bei Kindern. Hält das Stammeln darüber hinaus weiter an, so kommen in zehn Prozent der Fälle erbliche Ursachen infrage. Aber auch nachlässiges Sprechen, mangelnde Förderung oder Probleme mit Lippen, Zunge, Zähnen oder dem Hörvermögen können Stammeln verursachen. Gelegentlich ist auch eine tiefer gehende Störung im Gehirn Grund für diese Sprachstörung, wobei dann das Stammeln nur eins von vielen Symptomen ist.

Weiterlesen: Stottern, Poltern und Stammeln: Symptome

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiete

Krankheitsgebiete

Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.