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Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Anders als beim Stottern empfinden Menschen, die poltern, meist wenig Leidensdruck und sind sich in der Regel ihrer Störung nicht bewusst. Daher ist es gelegentlich nötig, sie erst zu einer Therapie zu motivieren. Auch hier ist es ratsam, dass sich die vom Poltern betroffenen Kinder und ihre Familien gründlich beraten lassen. Es ist wichtig, dass Eltern gute Sprachvorbilder sind und ihr betroffenes Kind zum langsamen Sprechen mit Atempausen anregen. Loben und belohnen Sie Ihr Kind, wenn es sich bemüht, deutlich zu sprechen.
Wenn das Stammeln (Dyslalie) bei Kindern eine Therapie ratsam macht, ist es wichtig, mit den Übungen so früh wie möglich zu beginnen, damit die Behandlung bis zur Einschulung abgeschlossen ist. Dabei kommt ein (durch einen Logopäden erstellten) individuelles Übungsprogramm zum Einsatz, das auf den Entwicklungstand des Kindes abgestimmt ist. Bei kleineren Kindern erfolgen die gegen das Stammeln eingesetzten Übungen oft indirekt in Form spielerischer Handlungen. Bei Jugendlichen ist unter anderem mehr darauf zu achten, dass sie die Störung bewusst wahrnehmen. Daneben kommen Tonbandaufnahmen und Spiegel zum Einsatz.
Nicht immer erfordert das Stammeln eine so intensive Behandlung. Oft reicht es vollkommen aus, dass die Eltern stammelnder Kinder eine grundlegende Beratung erhalten. Wichtig ist dabei, dass Sie erfahren, wie Sie Ihr Kind in der Sprachentwicklung fördern können und wie Sie und andere direkte Bezugspersonen am besten mit dem auffälligen Sprachverhalten Ihres Kindes umgehen.
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