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Stottern, Poltern und Stammeln

Arten von Sprachstörungen und Sprechstörungen

Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn bei Kindern keine normale Sprachentwicklung stattfindet, kann es zu verschiedenen Arten von Sprachstörungen und Sprechstörungen kommen. Hierzu zählen Stottern, Poltern und Stammeln:

  • Bei einer Sprechstörung sind der Redefluss und die Lautbildung beziehungsweise Aussprache (Artikulation) der Sprache gestört, die normalerweise durch die koordinierte Zusammenarbeit der motorischen und sensorischen Sprachregion des Gehirns, des Sprechapparats und der Stimme erfolgen. Eine Sprechstörung geht mit einer beeinträchtigten motorischen Lauterzeugung einher und kann die mündliche (verbale) Verständigung behindern. Sprechstörungen sind in der Regel bis zu einem Alter von fünf Jahren in einem gewissen Ausmaß normal.
  • Bei einer Sprachstörung sind Sprachentwicklung und Sprachverständnis nicht altersgerecht entwickelt. Auch einzelne körperliche Erkrankungen, besonders des Nervensystems, können die normale Entwicklung der Sprache verlangsamen oder eine bereits erlernte Sprachfähigkeit wieder vermindern. Sprachstörungen können daher auch Teil von seltenen und komplexen Krankheitsbildern sein.

Stottern (Balbuties) ist eine Sprechstörung, bei welcher der Redefluss gestört und von den stottertypischen Sprechunflüssigkeiten gekennzeichnet ist. Etwa 5 Prozent der 5-jährigen Jungen und 2 Prozent der 5-jährigen Mädchen sind Stotterer.

Poltern ist eine Kombination aus Sprachstörung und Sprechstörung und geht mit einer erhöhten Sprechgeschwindigkeit und vielen Fehlern einher. Das Poltern kommt bei etwa 1 bis 1,5 Prozent der 7-jährigen Kinder vor.

Stammeln (Dyslalie) ist ebenfalls eine kombinierte Sprach- und Sprechstörung. Beim Stammeln entstehen Fehler in der Lautbildung, die für das Entwicklungsalter nicht normal sind. Etwa 7 Prozent der 5-jährigen Jungen und 2 Prozent der 5-jährigen Mädchen stammeln schwer.

Weiterlesen: Stottern, Poltern und Stammeln: Ursachen

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