Startseite > Krankheiten > Dysphonie (Stimmstörungen) > Ursachen
Stand: 24. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine funktionelle Dysphonie hat meist mehrere verschiedene Ursachen. Bei funktionellen Stimmstörungen sind die Stimmwerkzeuge nur eingeschränkt funktionsfähig, ohne dass die stimmbildenden Anteile organisch geschädigt sind.
So können schwere psychische Belastungssituationen (z.B. Schreck oder Schmerz) dazu führen, dass sich die Stimmlippen beim Sprechen entweder nicht in der richtigen Stellung (sog. Phonationsstellung) anordnen oder sich fest zusammenpressen. Die Betroffenen verlieren plötzlich ihre klingende Stimme und können sich nur noch durch Flüstern verständigen. Da sich keine organischen Veränderungen am Kehlkopf nachweisen lassen, wird dieses Krankheitsbild funktionelle oder psychogene Dysphonie beziehungsweise Aphonie (=Stimmlosigkeit) genannt.
Die sogenannten dyskinetischen Stimmstörungen (griech. "dys" = Störung eines Zustands, "kinesis" = Bewegung) entstehen durch Überlastung der Stimme, falsche Belastung der Stimmlippen oder eine falsche Stimmtechnik. Dabei spannen sich die Stimmlippen beim Sprechen entweder zu stark oder zu wenig an. Die Stimme wird deshalb bereits bei geringen Belastungen heiser und rau. Zusätzlich fühlen die Betroffenen ein Druckgefühl im Kehlkopf und Kratzen im Hals. Vor allem Menschen, deren Stimme während ihrer beruflichen Tätigkeit stark gefordert ist (z.B. Lehrer, Erzieher, Pfarrer), neigen zu einer dyskinetische Dysphonie.
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