Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Dysphonie (Stimmstörungen) > Ursachen

Dysphonie (Stimmstörungen)

Dysphonie (Stimmstörungen): Ursachen

Stand: 24. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Dysphonie (Stimmstörungen) kann organische oder funktionelle Ursachen haben. Für organische Stimmstörungen sind in der Regel Erkrankungen des Kehlkopfs die Ursachen. Die Gründe für eine funktionelle Dysphonie sind vielfältig, es liegen bei diesen jedoch keine organischen Schädigungen am Kehlkopf vor. Eine funktionelle Dysphonie hat oft mehrere verschiedene Ursachen.

Organische Dysphonie

Manche Erkrankungen behindern den Kehlkopf bei der Stimmbildung und verursachen dadurch eine Dysphonie. So schwellen bei akuten oder chronischen Entzündungen im Rahmen von Infektionen der oberen Luftwege mit Viren oder Bakterien häufig die Stimmlippen an. Es ist ratsam, bei solchen Entzündungen (z.B. Kehlkopfentzündung) die Stimme zu schonen, damit die Stimmmuskeln keinen Schaden nehmen. Sind die kleinen Muskeln bereits in Mitleidenschaft gezogen, kann es infolgedessen wiederum zu anhaltenden Stimmstörungen kommen. Können sich zum Beispiel die Stimmlippen beim Sprechen nicht mehr ausreichend schließen (Internusschwäche), klingt die Stimme dauerhaft heiser. Oft bildet sich in diesen Fällen auch zäher Schleim auf der Oberfläche der Stimmlippen. Dadurch sind sie in ihrer Beweglichkeit vorübergehend eingeschränkt – die Stimme wird heiser und die Sprache klingt kloßig verwaschen.

Auch sogenannte Stimmbandknötchen kommen bei einer chronischen Dysphonie als Ursachen infrage. Sie entstehen häufig infolge von wiederkehrenden Irritationen und Entzündungen des Kehlkopfs oder durch Vernarbungen des Gewebes. Bei einer Dysphonie beiKindern im Schulalter sind sie die häufigsten Ursachen. Stimmbandknötchen treten meist beidseitig auf und variieren stark in ihrer Größe. Eine weitere verbreitete Ursache der Stimmstörungen im Kindesalter ist eine angeborene oder erworbene Stimmbandlähmung. Bei Erwachsenen entstehen Stimmstörungen häufig durch Polypen. An den Stimmbändern treten Polypen meist einseitig auf. Häufige Irritationen und Rauchen begünstigen ihre Entstehung.

Bei einer Dysphonie kommen auch weitere mögliche organische Ursachen infrage, zum Beispiel Verletzungen aufgrund äußerer oder innerer Gewalteinwirkung (z.B. durch Unfälle, Verschlucken von Fremdkörpern, Verbrühungen, Verätzungen). Häufig entstehen so bleibende Schäden der Stimmwerkzeuge oder deren Nerven. Einengungen der Kehlkopfregion, zum Beispiel durch gutartige Geschwulste (Stimmlippenpolypen, Stimmlippenknötchen, Schleimhautwarzen) und bösartige Tumoren (Kehlkopfkrebs) können die Beweglichkeit der Stimmlippen einschränken und deshalb Heiserkeit und eine raue, nicht belastungsfähige Stimme hervorrufen.

Auch der gastrointestinale Reflux (Refluxkrankheit), bei dem Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt, ist bei manchen Menschen so stark ausgeprägt, dass die Magensäure den Kehlkopf angreift. Außerdem können angeborene Fehlbildungen eine Dysphonie hervorrufen.

Dysphonie im Stimmbruch

In der Pubertät kann die Stimmumstellung (Stimmbruch) manchmal Probleme verursachen und eine Dysphonie hervorrufen. Grund für den Stimmbruch ist, dass der Kehlkopf während der Pubertät stark wächst. Die Stimmlippen sind dadurch stark gespannt. Im Stimmbruch kommt es deshalb vor allem bei Jungen häufig zu einer Dysphonie, nämlich einer sogenannten Mutationsfistelstimme (lat. mutare = verändern, fistula = Röhre), die sehr hoch und piepsig klingt.

Weiterlesen: Dysphonie (Stimmstörungen): Ursachen – Funktionelle Dysphonie

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiete

Krankheitsgebiete

Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.