Sprunggelenksfraktur: Konservative Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. März 2017)

Je nach Art der Sprunggelenksfraktur kann eine nicht-operative Therapie zur Heilung ausreichen. Die konservative Therapie eignet sich:

  • für alle nicht verschobenen Sprunggelenksfrakturen sowie
  • für Brüche ohne Verletzung der Syndesmose.

In der Regel sind dies Weber-A-Frakturen, aber auch nicht verschobene, stabile Weber-B-Frakturen.

Außerdem ist bei einer Sprunggelenksfraktur die konservative Therapie empfehlenswert, wenn gleichzeitig eine schwere Erkrankung und ein erhöhtes Operationsrisiko bestehen: So kommt bei einem Sprunggelenkbruch eine operative Behandlung für Sie eher nicht in Betracht, wenn Sie Durchblutungsstörungen der Beine, Unterschenkelgeschwüre oder Vorfußinfektionen haben.

Meist ist bei einer Sprunggelenksfraktur für die konservative Therapie kein Krankenhausaufenthalt nötig: Die Behandlung findet überwiegend ambulant statt. Einen Sprunggelenkbruch konservativ zu behandeln, bedeutet vor allem, das gebrochene Sprunggelenk ruhig zu stellen. Solange der betroffene Bereich angeschwollen ist, erfolgt dies in der Regel mit einem gespaltenen Stützverband.

Wenn die infolge der Sprunggelenksfraktur entstandene Schwellung zurückgegangen ist, bekommen Sie einen Unterschenkelstützverband beziehungsweise Gipsverband, den Sie einige Wochen tragen müssen. Je nach Ausmaß der Sprunggelenksfraktur kann dies ein Gehgips sein. Um während der Ruhigstellung eine mögliche Thrombose (Blutgerinnsel) zu vermeiden, bekommen Sie entsprechende Medikamente.

Nach der Gipsabnahme und einer Röntgenkontrolle können Sie Ihr Sprunggelenk wieder stärker belasten. Ist Ihre Sprunggelenksfraktur ein einfacher Knöchelbruch am Außenknöchel, können Sie ihn im Gips voll belasten.

Auf die konservative Therapie der Sprunggelenksfraktur folgt eine Rehabilitation in Form einer Physiotherapie: Die Reha nach einer Sprunggelenksfraktur ist wichtig, um die Beweglichkeit des Sprunggelenks wiederherzustellen. Beginnen können Sie damit, sobald Sie keinen Gips mehr tragen.

Wie lange muss man einen Gips tragen?

Bis Sie das Gelenk nach einer Sprunggelenksfraktur wieder voll belasten können, dauert es in der Regel sechs Wochen. So lange müssen Sie auch den Gips tragen, wenn Sie einen bekommen. Ob der Arzt entscheidet, das Gelenk komplett ruhigzustellen oder ob Sie nach einiger Zeit vorsichtig beginnen können, es durch Bewegungsübungen oder Physiotherapie vorsichtig zu belasten und zu kräftigen, hängt davon ab, wie stark das Gelenk verletzt ist.


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