Spreizfuß: Definition & Häufigkeit

Veröffentlicht von: Till von Bracht (11. März 2016)

Der Begriff Spreizfuß – oder fachsprachlich Pes transversoplanus – bezeichnet eine Fußfehlstellung, die durch ein abgesenktes Fußquergewölbe und einen verbreiterten Vorderfuß aufgrund gespreizter Mittelfußköpfe gekennzeichnet ist. Beide Fehlbildungen sind erworben (entstehen also im Lauf des Lebens) und können mit zunehmender Intensität Schmerzen bereiten.

In den meisten Fällen bereitet der Spreizfuß jedoch keine oder nur geringe Beschwerden. Ist es nicht möglich, das eingesunkene Fußquergewölbe passiv auszugleichen, liegt ein sogenannter kontrakter Spreizfuß vor.

Ein gesunder Fuß trägt die auf ihn wirkende Last mit seinem äußeren Bereich, sodass der Hauptanteil des Gewichts beim aufrechten Stehen auf dem ersten und letzten Zeh beziehungsweise Mittelfußknochen liegt.

Das abgesunkene Quergewölbe hat zur Folge, dass sich die Hauptbelastungspunkte beim Stehen und Gehen von den Fußaußenseiten nach innen verlagern. Deshalb bilden sich bei einem Spreizfuß Schwielen über dem zweiten und dritten Mittelfußknochen, die bei Belastung Schmerzen verursachen können.

Häufigkeit

Der Spreizfuß kommt unter allen erworbenen Fußdeformitäten am häufigsten vor. Oft entsteht die Fußfehlstellung zusammen mit einem Hallux valgus oder mit Hammer- beziehungsweise Krallenzehen. Überwiegend tritt der Spreizfuß bei Frauen über 40 auf.


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