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Spitzfuß (Pes equinus)

Spitzfuß (Pes equinus): Verlauf

Stand: 31. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Spitzfuß (Pes equinus) hängt der Verlauf wesentlich von der zugrunde liegenden Ursache abhängig. So hat ein habitueller Spitzfuß bei kleinen Kindern eine recht gut Prognose: Wenn das Körpergewicht zunimmt, fällt den Kindern das gewohnheitsmäßige (habituelle) Gehen auf den Zehen immer schwerer, sodass sie es unter Umständen von selbst aufgeben. Ist die Spitzfußstellung durch eine Erkrankung entstanden, ist es mit intensiver Krankengymnastik zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung möglich, große Fortschritte zu erzielen.

In den meisten Fällen nimmt die Spitzfuß-Therapie allerdings einen langwierigen Verlauf, durch den sich die Fehlstellung selten vollständig zurückbildet. Auch bei Kindern mit Kinderlähmung ist in der Regel keine völlige Heilung des Pes equinus möglich.

Ein unbehandelter Spitzfuß kann sich im weiteren Verlauf negativ auf das gesamte Skelettsystem auswirken: Ein einseitiger Pes equinus führt zu einer funktionellen Beinverlängerung, durch die das Kniegelenk der Gegenseite dauerhaft überstreckt ist (Genu revurvatum). Diese zieht wiederum schwerwiegende Stand- und Gangunsicherheiten nach sich. Darüber hinaus kann ein einseitig ausgeprägter Spitzfuß besonders bei Kindern durch den Beinlängenunterschied einen chronischen Schiefstand des Beckens und damit verbundene seitliche Verkrümmungen der Wirbelsäule vor allem im Lendenwirbelbereich (Lumbalskoliose) verursachen.

Weiterlesen: Spitzfuß (Pes equinus): Vorbeugen

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