Startseite > Krankheiten > Spitzfuß (Pes equinus) > Definition
Stand: 31. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Spitzfuß (Pes equinus) bezeichnet per Definition eine Fehlstellung des Fußes, die durch einen sogenannten Fersenhochstand gekennzeichnet ist: Die Ferse ist durch eine dauerhafte Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle hochgestellt, sodass der Fuß den Boden ausschließlich mit dem Fußballen berührt; auch durch passive Bewegung kann man einen Spitzfuß nicht in eine gerade Form bringen. Die dauerhaft bestehende Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle bezeichnet man auch als Plantarflexion.
Im Tierreich ist diese Art der Fußstellung weit verbreitet – die meisten Vierfüßer setzen den Fuß nur mit dem Zehen-Mittelfuß-Bereich auf. Deshalb bezeichnet man den Spitzfuß auch als Pes equinus (= Pferdefuß).
Auf die Funktion des Fußes für den Menschen wirkt sich die Spitzfußstellung ungünstig aus: Zum einen ruht die ganze Körperlast nur auf dem Vorderfuß, wodurch der Spitzfuß den stabilen Stand auf zwei Beinen verhindert. Zum anderen können die Betroffenen den Spitzfuß beim Gehen nicht abrollen, sodass der Fuß seine normale Hebelfunktion nicht ausüben kann, was zu Gangunsicherheiten führt.
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