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Spinaliom (Plattenepithel­karzinom)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Das Spinaliom – auch Plattenepithelkarzinom oder Stachelzellkarzinom genannt – ist ein bösartiger Tumor der Haut.

Ein Spinaliom entsteht durch chronische Hautschäden, vor allem bei älteren, hellhäutigen Menschen, die sich oft und lange dem Sonnenlicht aussetzen. Weil sich das Plattenepithelkarzinom oberflächlich auf der Haut befindet, kann man diesen Tumor früh bemerken. Der Übergang vom vorgeschädigten Hautbereich hin zum Krebs vollzieht sich jedoch häufig unbemerkt.

Neben der UV-Strahlung durch das Sonnenlicht gibt es noch weitere Risikofaktoren, welche die Entstehung von Spinaliomen begünstigen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • geschwächtes Immunsystem
  • chronische Wunden
  • chronische Entzündungen der Haut
  • Hautverhornungen durch intensive UV-Strahlung (sog. aktinische Keratosen)
  • HPV-Infektionen
  • Narben
  • eine Strahlenbelastung
  • bestimmte krebsauslösende Stoffe

Ein Spinaliom fällt dadurch auf, dass sich die Haut im betroffenen Bereich verändert und dabei recht unterschiedlich aussehen kann. Die Hautveränderungen reichen von geröteten, etwas erhabenen oder schuppigen Flecken bis hin zu leicht blutenden Knoten. Dennoch sind diese Anzeichen oft so typisch, dass ein Hautarzt schon mit bloßem Auge erkennt, dass ein bösartiger Hauttumor vorliegt. Um sicher festzustellen, dass es sich um ein Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) handelt, entnimmt der Arzt eine Probe aus der auffälligen Hautstelle (Biopsie). Ein Gewebespezialist kann mikroskopisch dann die Diagnose bestätigen.

Da ein Spinaliom Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden kann, untersucht der Arzt nicht nur die Haut. Er tastet auch die benachbarten Lymphknoten ab oder untersucht sie mittels Ultraschall. Besteht der Verdacht, dass das Plattenepithelkarzinom bereits in entfernte Körperregionen gestreut hat, sind bildgebende Verfahren notwendig: Auf Röntgen- oder Computertomographie-Bildern kann der Arzt dann erkennen, ob zum Beispiel die Lunge bereits befallen ist.

Das Bild zeigt ein Spinaliom an der Unterlippe. © Okapia

Nahaufnahme eines Spinalioms (© Neufried/OKAPIA)

Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen gilt auch beim Spinaliom: Je früher der Tumor erkannt und behandelt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Ein kleines Plattenepithelkarzinom hat meist noch nicht gestreut. Der Arzt versucht dann, den Tumor komplett aus der Haut zu schneiden. Sind benachbarte Lymphknoten befallen, entnimmt der Arzt sie ebenfalls. Neben solchen Operationen sind in manchen Fällen auch eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie angebracht. Wichtig sind zudem engmaschige Nachsorge-Untersuchungen, damit der Arzt früh genug feststellen kann, wenn der Tumor nach einer abgeschlossenen Therapie zurückgekehrt ist (sog. Rezidiv).



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