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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 30. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Unter einem Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) versteht man einen bösartigen Tumor der Haut, der von den Zellen des Stratum spinosum abstammt. Das Stratum spinosum (Stachelzellschicht) ist, von innen nach außen betrachtet, die zweite der fünf Schichten der Oberhaut (Epidermis).
Die Oberhaut ist aus einem mehrschichtigen verhornenden Plattenepithel aufgebaut. Dementsprechend handelt es sich bei einem bösartigen Tumor dieses Plattenepithels um ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom der Haut. Zu den Plattenepithelkarzinomen gehören zum Beispiel Krebserkrankungen der Haut von Lippen, Händen, Gesicht, sowie der Haut des Penis oder der Vulva. Nach dem Basaliom (Basalzellkarzinom) ist das Plattenepithelkarzinom der zweithäufigste Hauttumor.
Ein Spinaliom tritt meist im höheren Lebensalter auf – die betroffenen Patienten sind im Durchschnitt 70 Jahre alt. Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) kommt eher bei Männern als bei Frauen vor. Besonders hellhäutige Menschen sind häufiger betroffen. In Mitteleuropa gibt es jährlich pro 100.000 Einwohner etwa 20 bis 30 Spinaliom-Neuerkrankungen.
Ein Spinaliom bildet sich bevorzugt an:
Im Verlauf der Erkrankung kann das Plattenepithelkarzinom Tochtergeschwulste (Metastasen) in den Lymphknoten oder anderen Geweben bilden, zum Beispiel in Knorpel, Muskel und Knochen. Etwa 5 von 100 der Patienten mit einem Spinaliom sind davon betroffen.
Weiterlesen: Spinaliom (Plattenepithelkarzinom): Ursachen
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