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Stand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die einer Spina bifida (offener Rücken) zugrunde liegenden Ursachen sind noch nicht genau geklärt. Die Fehlbildung der Wirbelsäule entsteht während der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche. Als Auslöser für diese Fehlbildung scheinen sowohl erblich bedingte als auch Umweltfaktoren infrage zu kommen.
Ein offener Rücken entsteht durch eine embryonale Verschlussstörung des Neuralrohrs. Das Neuralrohr ist ein Frühstadium in der Entwicklung des Zentralnervensystems (also von Gehirn und Rückenmark und der sie umgebenden Gewebe wie Knochen, Muskeln oder Bindegewebe). Es bildet sich durch die Verschmelzung der paarigen Neuralwülste, die sich zu beiden Seiten der Neuralrinne etwa am 18. Embryonaltag herausbilden. Aus dem unteren Abschnitt des Neuralrohrs entwickeln sich das Rückenmark und die Wirbelsäule, aus dem oberen Abschnitt das Gehirn und das Schädeldach. Die Spina bifida hat ihre Ursache in einer Verschlussstörung im unteren Bereich der Wirbelsäule, während eine Verschlussstörung im oberen Bereich zu einer Anenzephalie führt.
Unter den für eine Spina bifida infrage kommenden Ursachen spielt der Mangel an Folsäure (ein B-Vitamin) beziehungsweise ein gestörter Folsäurestoffwechsel während der Schwangerschaft eine übergeordnete Rolle. Daneben haben Frauen, die wegen einer Epilepsie in der Schwangerschaft Antiepileptika einnehmen, ein um etwa ein Prozent höheres Risiko, dass sich bei ihrem Baby ein offener Rücken entwickelt. Und auch ein in der frühen Phase der Schwangerschaft schlecht eingestellter Diabetes mellitus der werdenden Mutter kann die Entstehung einer Spina bifida bei dem ungeborenen Kind begünstigen.
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