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Speicheldrüsen­entzündung, Speichelstein

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (22. Juli 2015)

© Jupiterimages/Stockbyte

Für eine Speicheldrüsenentzündung (Sialadenitis) kann ein Speichelstein (Sialolith) verantwortlich sein: Wenn er den Ausführungsgang der Speicheldrüse verstopft, können sich in dem dahinter angestauten Speichel Bakterien und Viren vermehren und eine Entzündung verursachen.

Speichelsteine (sog. Sialolithiasis) entstehen womöglich, wenn sich die Zusammensetzung des Speichels ändert. Dabei kann ein Speichelstein beim Menschen grundsätzlich in jeder Speicheldrüse des Kopfs auftreten, meistens ist jedoch eine der großen Speicheldrüsen betroffen. Neben Speichelsteinen kommen für eine Speicheldrüsenentzündung aber noch andere Ursachen infrage: Bei Kindern ist Mumps die häufigste akute Entzündung der Speicheldrüse; daneben können zum Beispiel Autoimmunerkrankungen, Speicheldrüsentumoren, Medikamente oder Bestrahlungen dazu führen, dass sich die Speicheldrüse entzündet.

Eine entzündete Speicheldrüse macht sich meist plötzlich und einseitig bemerkbar (nach Mumps allerdings eher beidseitig). Ob ein Speichelstein allein (also ohne gleichzeitige Speicheldrüsenentzündung) Symptome auslöst, hängt von seiner Lage und Größe ab. Typischerweise zeigen sich Speicheldrüsenentzündungen und Speichelsteine dadurch, dass die Speicheldrüse geschwollen ist und Schmerzen auftreten. Zudem kann es passieren, dass ...

  • die Symptome beim Essen zunehmen, weil sich hierbei vermehrt Speichel bildet,
  • sich die Haut im Gebiet der betroffenen Drüse rötet und
  • Fieber auftritt.

Allgemein ist es bei jeder Speicheldrüsenentzündung zur Behandlung empfehlenswert, die Speichelbildung anzuregen (durch sog. Speichellocker: z.B. saure, zuckerfreie Bonbons, Kaugummis oder Getränke), um die Speicheldrüse durch den vermehrten Speichelfluss zu reinigen und so womöglich einen kleinen Speichelstein nach außen zu befördern. Zur Therapie einer Speicheldrüsenentzündung können außerdem schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz kommen; gegen bakterielle Erreger helfen Antibiotika. Außerdem ist es ratsam, einen Speichelstein zu entfernen, um den Speichelstau zu beseitigen. Angemessen behandelt hat die Speicheldrüsenentzündung meist eine günstige Prognose.



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