Speicheldrüsen­entzündung, Speichelstein: Verlauf

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (22. Juli 2015)

Prognose

Eine akute Speicheldrüsenentzündung zeigt (mit oder ohne Speichelstein) meist einen guten Verlauf mit günstiger Prognose, wenn eine angemessene Behandlung erfolgt: Kommen zum Beispiel gegen eine durch Bakterien bedingte Entzündung der Speicheldrüse Antibiotika zum Einsatz, gehen die Beschwerden meist schnell zurück – und die Entzündung heilt folgenlos aus.

Wenn es eine Speicheldrüsenentzündung notwendig macht, die entzündete Speicheldrüse operativ zu entfernen, hat dies keinen spürbaren Einfluss auf die Speichelproduktion: Die noch vorhandenen Speicheldrüsen bilden weiterhin die gleiche Gesamtmenge Speichel.

Komplikationen

Wenn die Speicheldrüsenentzündung einen langwierigeren Verlauf nimmt, können verschiedene Komplikationen auftreten: So besteht das Risiko, dass sich ein Abszess – eine eingekapselte Eiteransammlung – bildet. Bricht der Abszess auf und entleert sich nach außen durch die Haut oder in das benachbarte Halsgewebe, kann dadurch eine Allgemeininfektion und sogar eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Sepsis) entstehen.

Eine chronisch verlaufende Speicheldrüsenentzündung führt zu einer Vernarbung und einem Schwund des Gewebes. Die betroffene Speicheldrüse bildet dann kaum noch Speichel und ist als derber Knoten tastbar.

Besteht die Behandlung einer Speicheldrüsenentzündung darin, die entzündete Speicheldrüse operativ zu entfernen, kann es in seltenen Fällen im Verlauf der Operation zu Komplikationen kommen: Es können Schäden an den Gesichtsnerven entstehen, wobei in Einzelfällen eine Gesichtslähmung (periphere Fazialisparese) die Folge sein kann.


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