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Speicheldrüsenentzündung, Speichelstein

Speicheldrüsenentzündung, Speichelstein: Therapie

Stand: 15. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Speicheldrüsenentzündung hängt die geeignete Therapie von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Ursache (häufig ein Speichelstein) und dem Ausmaß der Entzündung. Allgemein ist es zur Therapie einer Speicheldrüsenentzündung empfehlenswert, die Speichelbildung mit sogenannten Speichellockern anzuregen. Dazu gehören saure, zuckerfreie Bonbons, Kaugummi und Getränke, die zum Beispiel Zitronensaft enthalten. Der durch diese Speichellocker vermehrt gebildete Speichel reinigt die Speicheldrüse. Wenn ein Speichelstein vorliegt, befördert der vermehrte Speichelfluss den Stein möglicherweise sogar nach außen.

Wenn Sie eine bakterielle Speicheldrüsenentzündung haben, ist eine Antibiotika-Therapie wirksam; hat sich die Speicheldrüse durch Viren entzündet, helfen Ihnen schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente. Kühlende alkoholische Umschläge, weiche Kost, viel Flüssigkeit und eine intensive Mundhygiene beschleunigen die Heilung.

Wenn sich infolge der Speicheldrüsenentzündung ein Abszess ausgebildet hat, lassen Sie diesen am besten chirurgisch spalten, damit der Eiter abfließen kann. Eine Entfernung der Speicheldrüse ist notwendig, wenn gehäuft Speicheldrüsenentzündungen auftreten (ob mit oder ohne Speichelstein) oder wenn der Verdacht besteht, dass ein Tumor vorliegt.

Ist die Speicheldrüsenentzündung durch einen Speichelstein entstanden, hängt die Therapie davon ab, wo sich der Stein befindet und wie groß er ist:

  • Bei einem Speichelstein, der am Ende des Ausführungsgang der Speicheldrüse liegt, besteht die Therapie unabhängig von der Steingröße darin, ihn durch eine Gangschlitzung oder mit regelmäßigen Massagen zu lösen.
  • Nicht zu tastende Speichelsteine, die sich tief im Gangsystem oder im Gewebe einer Drüse befinden und höchstens acht Millimeter groß sind, eignen sich für die sogenannte extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL): Hierbei richtet der Arzt Schallwellen von außen auf den Speichelstein, der dann im günstigsten Fall in kleine Einzelteile (Konkremente) zerfällt. Der Speichelfluss transportiert diese Einzelteile dann nach außen.
  • Wenn Sie viele Steine haben oder wenn ein Speichelstein größer als acht Millimeter ist, ist es ratsam, die betroffene Drüse operativ zu entfernen. Für eine Operation ist ein Krankenhausaufenthalt von etwa einer Woche einzuplanen.

Weiterlesen: Speicheldrüsenentzündung, Speichelstein: Verlauf

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