Speicheldrüsen­entzündung, Speichelstein: Diagnose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (22. Juli 2015)

Bei einer Speicheldrüsenentzündung und / oder einem Speichelstein erfolgt die Diagnose anhand einer gründlichen Untersuchung der Speicheldrüse. Der Verdacht auf eine entzündete Speicheldrüse ergibt sich aus den Angaben darüber, zu welchen Zeitpunkten die typischen Beschwerden auftreten oder zunehmen (z.B. Schmerzen beim Kauen).

Sowohl ein reiner Speichelstein als auch eine Speicheldrüsenentzündung führen dazu, dass die Speicheldrüse geschwollen ist. Tastet der Arzt die geschwollene Speicheldrüse ab, entleert sich meist Eiter aus dem Ausführungsgang in den Mund. Von diesem Eiter nimmt der Arzt einen Abstrich, um ihn laborchemisch untersuchen zu lassen und so den Erreger der Entzündung zu bestimmen. Gleichzeitig sucht er im Mundbereich nach möglichen Entzündungsursachen. Außerdem kann eine Blutuntersuchung zum Einsatz kommen, um nachzuweisen, dass die Speicheldrüse entzündet ist.

Um festzustellen, ob hinter der Speicheldrüsenentzündung ein Speichelstein steckt, eignet sich eine Ultraschalluntersuchung: Hierbei kann der Arzt Speichelsteine ab einer Größe von anderthalb Millimetern sehr gut erkennen. Außerdem ermöglicht es diese Untersuchungsmethode, zwischen einem Abszess, einem Stein oder einem Tumor zu unterscheiden.

Im Einzelfall kommt bei Verdacht auf einen Speichelstein oder eine Speicheldrüsenentzündung eine Magnetresonanztomographie (MRT), eine Computertomographie (CT), eine Endoskopie des Speichelgangs oder – bei einer chronischen Speicheldrüsenentzündung – eine Feinnadelpunktion zum Einsatz, um eine Gewebeprobe zu entnehmen.

Des Weiteren ist bei einer Speicheldrüsenentzündung oder einem Speichelstein die sogenannte Sialographie zur Diagnose geeignet: Diese Untersuchungsmethode ermöglicht es, das Gangsystem einer Speicheldrüse oder einen Speichelstein darzustellen. Dabei spritzt der Arzt ein Kontrastmittel in den Ausführungsgang der Speicheldrüse. Dieses breitet sich im Gangsystem der Drüse aus und ist auf einem Röntgenbild sichtbar. Veränderungen oder ein Hindernis, zum Beispiel durch einen Stein, lassen sich so besser beurteilen.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst