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Speicheldrüsen- entzündung, Speichelstein
Speicheldrüsenentzündung, SpeichelsteinSpeicheldrüsenentzündung, Speichelstein: DefinitionStand: 15. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Speicheldrüsenentzündung ist eine durch Bakterien oder Viren verursachte Entzündung einer Speicheldrüse, die häufig durch einen Speichelstein entsteht. Die fachsprachliche Bezeichnung für die Entzündung der Speicheldrüse lautet Sialadenitis oder auch Sialoadenitis; die Bildung der Steine (= Sialolithen) beziehungsweise Verkalkungen in einer Speicheldrüse nennt man Sialolithiasis. In 80 Prozent der Fälle tritt die Speicheldrüsenentzündung einseitig auf, ansonsten beidseitig. Die entzündete Speicheldrüse schwillt sehr schmerzhaft an. Die Speicheldrüsen bilden den Speichel und sorgen so dafür, dass wir unser Essen leichter hinunterschlucken können. Jeder Mensch bildet täglich etwa anderthalb bis zwei Liter Speichel, wobei mehr als 90 Prozent dieser Gesamtmenge von den großen Speicheldrüsen stammt. Die Speichelbildung schwankt im Lauf des Tages stark und ist einem bestimmten Rhythmus unterworfen: Nachts ist sie sehr gering, beim Essen oder aufgrund verschiedener Reize und Sinneswahrnehmungen – besonders mittags – verstärkt. Ein Speichelstein kann in jeder Speicheldrüse des Menschen entstehen und so eine Speicheldrüsenentzündung auslösen. Meist entzünden sich jedoch die sechs paarig angeordneten großen Speicheldrüsen des Menschen:
Die zahlreichen kleinen Speicheldrüsen, zum Beispiel in den Lippen, der Wange oder dem Rachen, sind dagegen selten von einem Speichelstein beziehungsweise einer Speicheldrüsenentzündung betroffen. Speichelsteine bestehen vorwiegend aus Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat. Ein Speichelstein kann wenige Millimeter bis etwa zwei Zentimeter groß sein. Die Bildung der Steine – und somit auch die daraus entstehende Speicheldrüsenentzündung – ist vermutlich die Folge einer veränderten Speichelzusammensetzung, zum Beispiel bei Kalziumüberschuss (Hyperkalzämie), Diabetes mellitus, Gicht, einem ständigen Sekretstau bei engen Drüsengängen oder wiederholten Entzündungen. HäufigkeitDie Speicheldrüsenentzündung entsteht zwar meist durch einen Speichelstein, dennoch ist jeweils nicht dieselbe Speicheldrüse überwiegend betroffen: Speichelsteine finden sich mit größter Häufigkeit (in etwa 63-95% der Fälle) in der Unterkieferspeicheldrüse, während bei der Speicheldrüsenentzündung meist die Ohrspeicheldrüse entzündet ist. Ein Speichelstein, der eine Behandlung erfordert, weist in Deutschland eine Häufigkeit von jährlich etwa 2.200 bis 5.000 Fällen auf. Speichelsteine bilden sich gehäuft zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr, können aber auch bei Kindern auftreten. Weiterlesen: Speicheldrüsenentzündung, Speichelstein: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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