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Spannungs­kopfschmerz

Veröffentlicht von: Till von Bracht (04. Februar 2015)

Die meisten Erwachsenen haben Spannungskopfschmerzen schon einmal erlebt: ein dumpfer, drückender bis ziehender Schmerz, der sich zunächst im Stirn- und Nackenbereich bemerkbar macht und dann ausbreitet.

Der Spannungskopfschmerz (oder "Kopfschmerz vom Spannungstyp") ist die häufigste Form von Kopfschmerz: Neun von zehn Menschen sind irgendwann in ihrem Leben einmal davon betroffen, aber nur bei wenigen werden die Spannungskopfschmerzen chronisch.

Tritt Spannungskopfschmerz nur hin und wieder auf – an weniger als 15 Tagen im Monat beziehungsweise unter 180 Tagen im Jahr – sprechen Mediziner von einem episodischem Spannungskopfschmerz. Kommt er häufiger vor, handelt es sich um einen chronischen, also dauerhaft bestehenden Spannungskopfschmerz.

Spannungskopfschmerzen sind nicht auf eine Seite des Kopfs begrenzt, sondern treten meistens beidseitig auf – vor allem im Bereich der Schläfen. Häufig fühlt sich der Schmerz wie eine Art "Ring um den Kopf" an. Im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzarten wie der Migräne sind die Schmerzen normalerweise nicht so stark, dass sie Betroffene von alltäglichen Arbeiten abhalten. Sie stellen vielmehr eine ständige Störquelle im Hintergrund dar.

Ursache von Spannungskopfschmerzen können Muskelverspannungen im Bereich von Nacken, Schulter, Gesicht und Augen sein. Diese Verspannungen treten insbesondere durch monotone, statische Körperhaltungen wie bei Computerarbeit oder langen Autofahrten auf. Wer diese einseitige körperliche Belastung durch Sport ausgleicht, kann den Verspannungen und damit dem Spannungskopfschmerz entgegenwirken.

Bei Verdacht auf Spannungskopfschmerz wird der Arzt zunächst andere Kopfschmerzarten und Erkrankungen als Ursache ausschließen. Dazu befragt er den Betroffenen nach Art, Intensität und Dauer der Schmerzen. Außerdem interessieren ihn mögliche Auslöser der Beschwerden, so zum Beispiel bestimmte Medikamente.

Wer häufig Spannungskopfschmerzen hat, sollte die Auslöser finden – und diese dann soweit wie möglich vermeiden. Dabei können Entspannungsübungen, Stressbewältigung und Sport helfen. Bei akuten Schmerzen sind außerdem oft physikalische Maßnahmen sinnvoll, so kann man etwa die Schläfen kühlen oder mit kreisenden Bewegungen massieren. Schmerzmittel können Spannungskopfschmerz ebenfalls lindern, manchmal helfen auch natürliche Wirkstoffe wie Pfefferminzöl, das auf Schläfen und Nacken aufgetragen wird. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen verschreiben Ärzte in manchen Fällen auch sogenannte trizyklische Antidepressiva – insbesondere, wenn Betroffene infolge der häufigen Schmerzen unter Depressionen leiden.

Meistens lassen sich Spannungskopfschmerzen gut behandeln und damit chronische Kopfschmerzen verhindern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Spannungskopfschmerzen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Dabei ist es wichtig, dass Betroffene ihre persönlichen Kopfschmerz-Auslöser kennen und wissen, wie sie sie vermeiden können.



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