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Spannungs­kopfschmerz

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (25. Februar 2014)

Die meisten Erwachsenen haben Spannungskopfschmerzen schon einmal erlebt: ein dumpfer, drückender bis ziehender Schmerz, der sich zunächst im Stirn- und Nackenbereich bemerkbar macht und dann ausbreitet.

Der Spannungskopfschmerz ist der häufigste Kopfschmerz: Etwa 90 Prozent der Menschen sind irgendwann in ihrem Leben einmal davon betroffen, aber nur bei wenigen werden die Spannungskopfschmerzen chronisch.

Tritt Spannungskopfschmerz nur hin und wieder auf – an weniger als 15 Tagen im Monat beziehungsweise unter 180 Tagen im Jahr – sprechen Mediziner von einem episodischem Spannungskopfschmerz. Kommt er häufiger vor, handelt es sich um einen chronischen Spannungskopfschmerz.

Spannungskopfschmerzen sind nicht auf eine Seite des Kopfs begrenzt, sondern treten meistens beidseitig auf – vor allem im Bereich der Schläfen. Häufig fühlt sich der Schmerz wie eine Art "Ring um den Kopf" an. Im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzarten wie der Migräne sind die Schmerzen normalerweise nicht so stark, dass sie Betroffene von alltäglichen Arbeiten abhalten. Sie stellen vielmehr eine ständige Störquelle im Hintergrund dar.

Ursache von Spannungskopfschmerzen können Muskelverspannungen im Bereich von Nacken, Schulter, Gesichts und Augen sein. Diese Verspannungen treten insbesondere durch monotone, statische Körperhaltungen wie bei Computerarbeit oder langen Autofahrten auf. Wer diese einseitige körperliche Belastung durch Sport ausgleicht, wirkt den Verspannungen und damit dem Spannungskopfschmerz entgegen.

Bei der Diagnose schließt der Arzt andere Kopfschmerzarten und mögliche Grunderkrankungen von Kopfschmerzen aus. Dazu befragt er den Betroffenen nach Art, Intensität und Dauer der Schmerzen. Außerdem interessieren ihn mögliche Auslöser der Beschwerden. Dabei kommen zum Beispiel auch dauerhaft eingenommene Schmerzmittel und andere Medikamente infrage.

Bei Spannungskopfschmerzen ist es wichtig, die Auslöser soweit wie möglich zu vermeiden. Dabei können Entspannungsübungen, Stressbewältigung und Sport helfen. Bei akuten Schmerzen sind außerdem oft physikalische Maßnahmen sinnvoll, zum Beispiel die Schläfen zu kühlen oder mit kreisenden Bewegungen zu massieren. Schmerzmittel können die Beschwerden lindern. Manchmal helfen auch natürliche Wirkstoffe wie Pfefferminzöl auf Schläfen und Nacken bei Spannungskopfschmerzen. Bei chronischen (also immer wiederkehrenden) Spannungskopfschmerzen verschreiben Ärzte manchmal auch sogenannte trizyklische Antidepressiva – insbesondere wenn Betroffene infolge der häufigen Schmerzen unter Depressionen leiden.

Meistens lassen sich Spannungskopfschmerzen gut behandeln und damit chronische Kopfschmerzen verhindern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Spannungskopfschmerzen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Dabei ist es wichtig, dass Betroffene ihre persönlichen Kopfschmerz-Auslöser kennen und wissen, wie sie sie vermeiden können.






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