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Stand: 24. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Ansatz der psychodynamischen Theorie geht davon aus, dass die Symptome im Rahmen einer Angststörung wie der Sozialphobie fast immer den Zweck haben, innere Konflikte durch einen Kompromiss zu lösen – und so das psychische Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Misslingt eine solche Konfliktlösung, tritt Angst auf. Man nimmt außerdem an, dass Personen mit einer sozialen Phobie in ihrer Entwicklung nicht gelernt haben, mit normaler Angst umzugehen. In konflikthaften Situationen sind Betroffene mit Sozialphobie deshalb überfordert und es können verdrängte Ängste in ihnen aufsteigen.
Wahrscheinlich führen nicht allein schlechte Lernerfahrungen zu einer sozialen Phobie. Vermutlich muss zusätzlich eine biologische Veranlagung (Disposition) bestehen, damit eine soziale Phobie auftritt. Dabei scheinen bestimmte Strukturen und Botenstoffe im Gehirn eine Rolle zu spielen. Zwei unterschiedliche Bereiche des Gehirns sind bei Menschen mit Angststörungen besonders aktiv: die Amygdala und der Hippocampus, die Teile des sogenannten limbischen Systems sind. Das limbische System reguliert wichtige Funktionen, zum Beispiel Instinkthandlungen und emotionale Reaktionen. Außerdem stehen Botenstoffe, die für die Signalübertragung im Gehirn verantwortlich sind, bei Menschen mit Sozialphobie in einem Ungleichgewicht. Diese biologischen Auffälligkeiten sprechen dafür, dass genetische Faktoren an der Entstehung von Angst- und Panikstörungen beteiligt sind.
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