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Stand: 24. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wie kommt es zu der Angst in der Öffentlichkeit? Eine soziale Phobie (Sozialphobie) hat vielfältige Ursachen, die noch nicht vollständig geklärt sind. Bestimmte Risikofaktoren können in der frühkindlichen Entwicklung liegen: Dazu gehören zum Beispiel ein sozial isoliertes Leben in der Kindheit, bei dem die Eltern Sozialkontakte nach außen weitgehend unterbinden, hoher Stellenwert der Meinung anderer in der Erziehung, abwertender oder ablehnender Erziehungsstil der Eltern. Auch Opfer sexuellen Missbrauchs entwickeln häufiger Angststörungen wie eine soziale Phobie. Es gibt verschiedene Theorien darüber wie Angststörungen und Phobien – also auch die Sozialphobie – entstehen und was mögliche Ursachen sind. Experten diskutieren psychosoziale, psychologische, genetische und biologische Ursachen.
Vertreter des lerntheoretischen oder lernpsychologischen Ansatzes gehen davon aus, dass eine Person zunächst die Angst vor einer ehemals neutralen Situation "erlernt". Durch die Vermeidung der angstbesetzten Situation bleibt die Angst erhalten.
Auch die Wahrnehmung körperlicher Symptome spielt eine wichtige Rolle, wenn eine Angststörung auftritt und bestehen bleibt. Verspürt eine Person Angst, stellen sich bei ihr körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Herzrasen ein. Diese Symptome deutet der Betroffene subjektiv als Gefahr, was dazu führt, dass das Angstgefühl noch verstärkt wird. Er gerät weiter in Stress, der die körperlichen Symptome noch verstärkt. Auf diese Weise entsteht ein Teufelskreis, der dazu führt, dass Menschen mit einer Sozialphobie immer mehr Angst haben.
Durch das wiederholte Auftreten einer Angstattacke in einer sozialen Situation wird Angst vor weiteren Attacken ausgelöst; eine Angst vor der Angst entsteht, welche die soziale Phobie noch verstärkt.
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