Startseite > Krankheiten > Soor, Candidose > Verlauf
Stand: 24. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Beim Soor, also einer Candidose der Haut oder Schleimhaut (sog. mukokutane Candidose), bleibt die Pilzinfektion auch im weiteren Verlauf örtlich begrenzt. Durch eine konsequente Behandlung lässt sich der Soor positiv beeinflussen: Gegen die oberflächliche Besiedlung der Haut oder Schleimhaut mit dem Candida-Pilz sind Antipilzmittel in der Regel gut wirksam. Dabei ist es jedoch wichtig, die Pasten oder Cremes nach Anweisung vorschriftsmäßig und lange genug anzuwenden.
Allgemein neigen Pilzinfektionen wie der Soor dazu, auch nach erfolgreicher Behandlung im weiteren Verlauf immer wieder aufzutreten (Rezidive zu bilden). Um diese Komplikationen zu vermeiden, ist es besonders wichtig, Erkrankungen wie Diabetes mellitus, die eine Candidose der Haut oder Schleimhaut begünstigen, ebenfalls zu behandeln.
Anders als Soor kann die systemische Candidose lebensbedrohlich verlaufen: Während der Pilzbefall beim Soor örtlich begrenzt bleibt, breiten sich bei der systemischen Candidose die Pilze im Verlauf der Infektion im ganzen Körper aus, befallen weitere Organe oder Gewebe und lösen schwere Komplikationen aus. Eine systemische Candidose ist selten und kann sich bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel durch AIDS oder infolge einer Chemotherapie, entwickeln. Diese Form der Candidose ist oft schon wegen der zusätzlichen schweren Grunderkrankung schwieriger zu behandeln. Sie kann beispielsweise zu einer Candida-Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) oder zu einer Candida-Blutvergiftung führen, die häufig tödlich verläuft.
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