Sonnenbrand (akute Lichtdermatose, Dermatitis solaris)

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Sonnenbrand (akute Lichtdermatose, Dermatitis solaris)

Sonnenbrand (akute Lichtdermatose, Dermatitis solaris): Vorbeugen

Stand: 11. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Um einem Sonnenbrand (akute Lichtdermatose, Dermatitis solaris) vorzubeugen, sollten insbesondere hellhäutige Personen, Kinder und alle Personen mit empfindlicher Haut auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Direkte Sonneneinstrahlung und die Mittagssonne sind nicht empfehlenswert. Aber auch im Schatten kommt es durch Reflektionen zur UV-Bestrahlung der Haut.

Kleine Kinder sollten besonders gut geschützt werden. Sie sollten zwischen 10 und 15 Uhr möglichst nicht dem prallen Sonnenlicht ausgesetzt werden und sich auch in der übrigen Zeit nie unbekleidet in der Sonne aufhalten. Säuglinge sollten der direkten Sonne gar nicht ausgesetzt werden.

Sonnenschutzmittel mit einem geeigneten Lichtschutzfaktor, ein ausreichender Schutz der Augen vor der Sonne und eine Kopfbedeckung sind besonders wichtig, um sich vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Empfehlenswert sind Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, die mindestens eine halbe Stunde vor Beginn des Sonnenbads aufgetragen werden. Zu Beginn der Sonnensaison sollten höhere Lichtschutzfaktoren (z.B. 20) verwendet werden. Jeder Sonnenschutz muss gut einmassiert und nach dem Baden erneut aufgetragen werden, auch wenn er als wasserfest deklariert ist. Je höher der Lichtschutzfaktor und je gründlicher das Produkt aufgetragen wurde, desto besser ist auch der Sonnenschutz.

Aber auch wer einen Sonnenschutz verwendet, sollte nicht vergessen: Die ungeschützte Haut kann sich je nach Hauttyp nur etwa 10 bis 30 Minuten selbst schützen. Das Sonnenbaden mit Sonnenschutzlotionen erhöht diese Zeit entsprechend des angegebenen Faktors nur einmalig. Wird ein Lichtschutzfaktor 20 benutzt, kann man bei gleicher Wirkung 20-mal so lange in der Sonne liegen wie ohne Schutz, so die offizielle Definition. Das sind bei empfindlichen Menschen etwas über drei Stunden. Allergiker sollten auf Sonnenschutzcreme ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe achten.

Bei Einnahme von bestimmten Arzneimitteln wie Johanniskraut oder tetrazyklinhaltigen Antibiotika sollte man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da diese die Lichtempfindlichkeit erhöhen können.

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