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Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose)Tests & ChecksRund um Allergien
Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose)Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose): UrsachenStand: 17. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Der Auslöser einer Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) ist ungewohnt intensive UV-A- und/oder UV-B-Strahlung – die genaue Ursache ist jedoch bislang unbekannt. In etwa 75 Prozent der Fälle entsteht eine Sonnenallergie durch Einwirkung von UV-A-Strahlung, weitere 10 Prozent durch UV-B-Strahlung. In den restlichen 15 Prozent entsteht die Sonnenallergie durch eine Kombination aus UV-A- und UV-B-Strahlen. Zu den möglichen Ursachen einer Sonnenallergie gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Immunreaktion?Möglicherweise löst eine Immunreaktion des Körpers die Erkrankung aus. Hier gibt es verschiedene Theorien: Einige Wissenschaftler glauben, dass es einen lichtempfindlichen Sensor in den Hautzellen geben könnte, der die Sonnenallergie auslöst. Andere Wissenschaftler vermuten, dass bei Sonnenallergie-Betroffenen die Immunreaktion auf das UV-Licht einfach anders abläuft als bei Nichtbetroffenen. Normalerweise schwächt UV-B-Strahlung bestimmte Teile des Immunsystems, die sonst eine Abwehrreaktion auslösen. Bei Sonnenallergie-Betroffenen scheint das nicht so zu sein, bei ihnen könnte deshalb das Immunsystem auf sogenannte Photoprodukte ("Lichtprodukte") reagieren. Denn die UV-B-Strahlung trifft in der Haut auf Zellen, die in ihrem Zellkern Erbgut (DNA) enthalten. Im Erbgut kann die UV-B-Strahlung zu Fehlern und Schäden führen. Die dabei erzeugten Photoprodukte könnten bei Betroffenen unter Umständen eine allergische Reaktion auslösen, also als sogenanntes Allergen wirken, und so zu den typischen Symptomen einer Sonnenallergie führen. Oxidantien und Antioxidantien?In einem anderen Erklärungsmodell sieht man ein aus der Balance geratenes Gleichgewicht zwischen Oxidantien und Antioxidantien in Zellen der Oberhaut als mögliche Ursache. Diese Zellen, die sogenannten Keratinozyten, machen den größten Teil der Oberhaut aus. Keratinozyten können das von den Pigmentzellen der Oberhaut (Melanozyten) zum UV-Schutz gebildete schwarz-braune Pigment Melanin aufnehmen – also jenes Pigment, das der Haut ihren gebräunten Ton verleiht. Das Melanin umhüllt den Zellkern, der das Erbgut der Zelle (DNA) enthält, und trägt so dazu bei, dass das UV-Licht das Erbgut nicht schädigt. Dies ist wichtig, da durch das UV-Licht in den Keratinozyten freie Radikale entstehen. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen und können der Zelle und ihrem Erbgut Schaden zufügen. Antioxidantien (Einzahl: Antioxidans) sind quasi "Radikalfänger": Sie gehen mit den freien Radikalen eine Verbindung ein, ehe diese im Körper Schaden anrichten können. Man sagt ihnen deshalb eine zellschützende Wirkung nach. Zu den Antioxidantien zählen zum Beispiel Vitamin E, Vitamin C sowie Betacarotin (Vorstufe von Vitamin A). Freie Sauerstoffradikale regen die Zellen an, vermehrt ein bestimmtes Signalmolekül zu bilden, das an Entzündungsprozessen beteiligt ist. Es heißt ICAM-1. Bei Betroffenen mit Sonnenallergie entstehen möglicherweise größere Mengen dieses Signalmoleküls als bei Gesunden. Dies könnte erklären, warum ihre Haut empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert. Trägt man das Antioxidans AGR (Alpha-Glucosylrutin) auf die Haut auf, kann dies laut einer Studie zudem den oxidativen Stress in den Keratinozyten senken und dadurch die Sonnenallergie-Beschwerden verringern. Weiterlesen: Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose): Symptome Das könnte Sie auch interessieren
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