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Somatoforme autonome Funktionsstörung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die somatoforme autonome Funktionsstörung ist eine häufige psychische Störung, die aufgrund der körperlichen Beschwerden eine organische Erkrankung vermuten lässt, für die jedoch keine körperlichen Ursachen zu finden sind.

Es muss also nicht immer eine körperliche Ursache hinter dem Gefühl stecken, krank zu sein – selbst dann nicht, wenn Ärzte die Beschwerden teils auch objektiv feststellen können: Deutliche gesundheitliche Beschwerden können auch psychosomatisch (d.h. durch seelische Vorgänge) entstehen. Dann kann die Diagnose zum Beispiel "somatoforme autonome Funktionsstörung" lauten.

Die somatoforme autonome Funktionsstörung gehört zur Gruppe der somatoformen Störungen (zu denen z.B. auch die hypochondrische Störung zählt). Jede somatoforme Störung ist gekennzeichnet durch:

  • anhaltende körperliche Beschwerden, die
  • ohne erkennbare körperliche Ursache auftreten.

Die somatoforme autonome Funktionsstörung macht den größten Anteil unter den somatoformen Störungen aus: Bis zu 25 Prozent der Bevölkerung hat oder hatte schon einmal eine somatoforme autonome Funktionsstörung, wobei Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind.

Als mögliche Ursache für die somatoforme autonome Funktionsstörung gilt eine Wechselwirkung zwischen verschiedenen Faktoren (z.B. Veranlagung und belastende Erlebnisse). Viele Betroffene geben auch seelische Belastungen an, die einen Bezug zu der Störung zu haben scheinen – wie beispielsweise Konflikte in Beruf, Familie und Haushalt oder finanzielle Sorgen. Häufig treten gleichzeitig mit der somatoformen autonomen Funktionsstörung andere psychische Störungen wie Angststörung oder Depression auf.

Typisch für die somatoforme autonome Funktionsstörung ist, dass ihre Symptome überwiegend auf ein bestimmtes System oder Organ konzentriert sind. Häufig wechseln die vorhandenen Symptome im Lauf der Zeit. Die Störung kann zum Beispiel gekennzeichent sein durch:

Als somatoforme autonome Funktionsstörungen gelten zum Beispiel:

Um zu verhindern, dass die somatoforme autonome Funktionsstörung dauerhaft bestehen bleibt, ist eine möglichst frühe Behandlung ratsam: Dazu bieten sich Entspannungstechniken, eine Psychotherapie und Verhaltenstraining an. Wichtig ist dabei, dass die Betroffenen lernen, den Zusammenhang zwischen ihren körperlichen Empfindungen und seelischen Vorgängen zu erkennen.



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