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Somatoforme autonome Funktionsstörung

Somatoforme Funktionsstörung: Definition

Stand: 1. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die somatoforme autonome Funktionsstörung ist eine psychische Störung, die per Definition vorliegt, wenn

  • die Betroffenen mindestens zwei der folgenden vegetativen Symptome zeigen (d.h. Symptome, die auf eine Störung des vegetativen – also nicht durch Willen und Bewusstsein beeinflussten – Nervensystems hinweisen), die sie einem Organsystem zuordnen und als krankhaft deuten:
  • und gleichzeitig neben den vegetativen mindestens eins der folgenden Symptome vorliegt:
  • und keine körperliche Ursache zu finden ist, die diese Beschwerden hinreichend erklären kann,
  • und die Beschwerden nicht nur im Zusammenhang mit einer phobischen oder Panikstörung auftreten.

Die Bezeichnung somatoforme autonome Funktionsstörung setzt sich aus den Begriffen somatoform für körperlich, zum Körper (Soma) gehörend und autonom für unabhängig, selbstständig zusammen. Beispiele für somatoforme autonome Funktionsstörungen sind die Herzneurose, das Hyperventilationssyndrom, die Reizblase und das Reizdarm-Syndrom.

Die somatoforme autonome Funktionsstörung gehört zur Gruppe der somatoformen Störungen. Dass die Betroffenen ohne erkennbare körperliche Ursache über anhaltende körperliche Beschwerden berichten, ist das gemeinsame Merkmal aller in dieser Gruppe zusammengefassten Krankheitsbilder. Als somatoforme Störung bezeichnet man zum Beispiel auch:

Häufigkeit

Somatoforme Störungen wie die somatoforme autonome Funktionsstörung zählen zu den psychischen Störungen mit der größten Häufigkeit: Etwa 4 bis 11 Prozent der Bevölkerung sind von solchen Störungen betroffen, Frauen häufiger als Männer.

Weiterlesen: Somatoforme Funktionsstörung: Ursachen

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