Skoliose: Andere Formen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (22. Februar 2013)

Neben der idiopathischen Skoliose, deren Ursachen unentdeckt bleiben, treten noch andere Formen der Wirbelsäulenverkrümmung auf, deren Entstehungsmechanismen bekannt sind. Die häufigsten bekannten Auslöser für Skoliose sind:

  • Angeborene Fehlbildungen: Angeborene Fehlformen der Wirbel können eine Fehlbildungsskoliose oder osteopathische Skoliose verursachen.
  • Gestörte Nervenfunktionen: Für eine neuropathische Skoliose kommen als Ursachen zum Beispiel die Syringomyelie, die infantile Zerebralparese und die Poliomyelitis infrage.
  • Muskelerkrankungen: Eine myopathische Skoliose kann zum Beispiel im Rahmen einer Muskeldystrophie (z.B. vom Typ Duchenne) auftreten.
  • Systemerkrankungen: Auch Krankheiten, die sich auf ein ganzes Organsystem oder auf den gesamten Körper auswirken, können eine krumme Wirbelsäule verursachen. So kann eine Skoliose zum Beispiel bei Neurofibromatose oder bei der Osteogenesis imperfecta (sog. Glasknochenkrankheit) auftreten.
  • Medizinische Maßnahmen: Eine Skoliose kann zum Beispiel die Folge einer Strahlenbehandlung sein (sog. radiogene Skoliose), wenn man die Wirbelkörper bestrahlt.
  • Gestörte Statik: Eine statische Skoliose hat als Ursachen unterschiedlich lange Beine beziehungsweise ein schief stehendes Becken.

Fast jede zehnte Skoliose hat eine dieser Ursachen. Da etwa 90 Prozent aller Skoliosen idiopathisch (d.h. ohne erkennbare Ursache) entstehen, sind andere Skoliose-Formen sehr selten.


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