Startseite > Krankheiten > Skoliose > Ursachen
Stand: 22. Februar 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Worin eine Skoliose ihre Ursachen hat, bleibt meistens (in bis zu 90 Prozent der Fälle) unklar. Die restlichen Skoliosen sind vor allem auf Knochenerkrankungen, Muskelerkrankungen oder gestörte Nervenfunktionen zurückzuführen.
Eine Skoliose, deren Ursachen unbekannt sind, bezeichnet man als idiopathische Skoliose (griech. idios = eigen, pathos = Leiden, idiopathisch = selbstständiges, ohne erkennbare Ursache entstandenes Leiden). Es kommen verschiedene Auslöser für idiopathische Skoliosen infrage, zum Beispiel erbliche Faktoren, neurologische Faktoren, Bindegewebsveränderungen, verminderte Knochendichte oder Stoffwechselstörungen.
Da die idiopathische Skoliose vor allem während ausgeprägter Wachstumsphasen der Wirbelsäule entsteht, betrachtet man sie als eine Wachstumsdeformität: Die idiopathische Skoliose hat ihre direkten Ursachen darin, dass die Wirbelkörper in eine Richtung langsamer wachsen als in die andere. Dieses Fehlwachstum einzelner oder mehrerer Wirbel verursacht deren Drehung (bzw. Torsion), die wiederum eine Verdrehung (bzw. Rotation) der gesamten Wirbelsäule hervorruft. Im Ergebnis ist die Wirbelsäule seitlich nach rechts verbogen (rechtskonvexe Skoliose) oder nach links (linkskonvexe Skoliose).
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