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Skoliose

Schwere Skoliose

Stand: 21. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine schwere Skoliose mit stark ausgeprägter Krümmung macht in der Regel eine Operation zur Therapie notwendig. Die Operation erfolgt etwa im zehnten bis zwölften Lebensjahr.

Um die schwere Skoliose bei der Operation möglichst wirksam korrigieren zu können, kommen zur Vorbereitung sogenannte Traktionsverfahren (lat. tractio = Zug, Zugkraft) zum Einsatz. Die wirksamste Art der Vorbehandlung ist die Halo-Schwerkraft-Traktion, bei der man die krumme Wirbelsäule über einen am Schädel angebrachten Metallring drei bis vier Wochen lang unter Zug streckt und die umgebende Muskulatur lockert.

Die gegen eine schwere Skoliose zur Therapie eingesetzte Operation selbst besteht darin, die Wirbelsäulenverkrümmung zu korrigieren und die Wirbelsäule in ihrer neuen Form zu stabilisieren. Dazu ist es notwendig, bestimmte Abschnitte der Wirbelsäule zu versteifen (Spondylodese), um künftig eine volle Belastbarkeit zu ermöglichen. Die Betroffenen empfinden die mit einer solchen Versteifung einhergehende verminderte Beweglichkeit meist als wenig einschränkend. Die Erfolgsaussichten bei einer durch Operation behandelten Skoliose und einer anschließenden Rehabilitation in Form von Krankengymnastik (bzw. Physiotherapie) sind meist gut.

Weiterlesen: Skoliose: Verlauf

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