Skoliose: Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (22. Februar 2013)

Bei einer Skoliose erfolgt die Diagnose meistens im Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren: Die betroffenen Kinder kommen häufig wegen der von den Eltern entdeckten Fehlstellungen zum Arzt.

Bei Verdacht auf eine Skoliose befragt der Arzt die Betroffenen zunächst: Die Krankengeschichte (sog. Anamnese) ist nicht nur wichtig für die Skoliose-Diagnose selbst, sondern auch für die Suche nach den Ursachen der Wirbelsäulenverkrümmung. Darauf folgt eine körperliche Untersuchung:

Hierbei kann der Arzt den Verlauf der Wirbelsäule (und somit ihre Verkrümmung) anhand der sogenannten Dornfortsätze durch die Haut hindurch sehen und ertasten. Eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule ist so leicht festzustellen. Da eine Skoliose meist im Brustbereich liegt, kommt zur Diagnose der sogenannte Vorbeugetest zum Einsatz: Wenn man sich nach vorn neigt, treten die Rippen stark heraus und bilden einen Rippenbuckel. Eine Skoliose im oberen Brustbereich kann der Arzt daran feststellen, dass die Schultern nicht auf gleicher Höhe stehen. Betrifft die Skoliose den Lendenbereich, sind die beiden Dreiecke zwischen der Taille und den seitlich am Rumpf herunterhängenden Armen (Taillendreiecke) unterschiedlich ausgebildet und es besteht ein Lendenwulst auf einer Seite.

Um die Skoliose bei der Diagnose genauer zu beurteilen, folgt eine Röntgenuntersuchung in zwei Ebenen: Sie ermöglicht es, die Form und das Ausmaß der Skoliose zu bestimmen. Die Stärke der Krümmung der Wirbelsäule kann der Arzt über eine besondere Winkelmessungsmethode ermitteln. Außerdem ist bei der Diagnose einer Skoliose bei Kindern eine Röntgenaufnahme der Handknochen wichtig, um das Skelettalter zu bestimmen und so die Prognose anhand des noch zu erwartenden Wachstums beurteilen zu können.


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