Sjögren-Syndrom: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

Wenn das Sjögren-Syndrom die Folge einer auslösenden Grunderkrankung ist (sekundäres Sjögren-Syndrom), steht die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung im Vordergrund. In der Regel lassen sich dadurch auch die Beschwerden des Sicca-Syndroms lindern.

Beim primären Sjögren-Syndrom beschränkt sich die Therapie darauf, die Symptome zu lindern, da eine vollständige Heilung nicht möglich ist. Künstliche Tränen- und Speichelflüssigkeit beugen aber trockenen Augen und einem trockenen Mund vor. Empfohlen werden auch spezielle Mundgels und -spülungen und für das Auge bestimmte Tropfen oder Salben. Spezielle Cremes und Lotionen versorgen die trockene Haut mit Feuchtigkeit.

Als Speichelersatz hilft es vielen Menschen mit Sjögren-Syndrom, häufig kleine Schlückchen Wasser zu trinken, um die Mundschleimhaut wieder zu befeuchten. Zuckerfreie Bonbons und Kaugummis regen die Speichelproduktion zusätzlich an. Aufgrund des erhöhten Kariesrisikos sollten Betroffene mit dem Sjögren-Syndrom besonders sorgfältig auf ihre Mundpflege achten, am besten mit speziell auf die Bedürfnisse des trockenen Mundes abgestimmten Pflegeprodukten. Außerdem ist und eine intensive zahnärztliche Betreuung erforderlich.

Bei starken Beschwerden helfen Medikamente, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Pilocarpin, die Tränen- und Speichelproduktion anzuregen. Der Wirkstoff Hydroxychloroquin kann beim Sjögren-Syndrom die Gelenkschmerzen lindern. Schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel wie zum Beispiel Ibuprofen helfen ebenfalls.

Manchmal sind auch die inneren Organe oder die Blutgefäße vom Sjögren-Syndrom betroffen. In diesem Fall verordnet der Arzt vorübergehend Wirkstoffe, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken (sog. Immunsuppressiva), zum Beispiel Glukokortikoide wie Prednisolon.

Beim sekundären Sjögren-Syndrom umfasst die Therapie auch die ursächliche Grunderkrankung.


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