Sichelfuß: Diagnose beim Arzt

Veröffentlicht von: Till von Bracht (04. März 2016)

Der Arzt erkennt eine Sichelfuß meist schon anhand des typischen Erscheinungsbilds der Fußfehlstellung: Mittelfuß und Zehen befinden sich in der sogenannten Adduktionsstellung und sind verstärkt nach innen gewölbt. Liegt gleichzeitig ein Hallux varus vor, deutet dies auf eine angeborene Form von Sichelfuß hin.

Typisch für Sichelfüße ist, dass das betroffene Kind den Fuß geradeaus richtet, wenn man über den äußeren Fußrand streicht.

Äußerlich ähnelt der Sichelfuß in seiner Fehlstellung einem Klumpfuß. Um festzustellen, ob es sich bei der Fehlstellung um einen Klumpfuß oder einen Sichelfuß handelt, eignet sich eine einfache Untersuchung des Fußes: Im Gegensatz zum Sichelfuß ist beim Klumpfuß die Ferse nach außen gerichtet. Außerdem ist meist zusätzlich die Bewegung eingeschränkt.

Um die für den Sichelfuß geeignete Behandlung bestimmen zu können, prüft der Arzt bei der körperlichen Untersuchung außerdem, wie weit sich die Fehlstellung passiv korrigieren lässt: Hierzu hält er den Rückfuß fest und versucht anschließend vorsichtig, den Vorfuß in Richtung Normalstellung zu bewegen.

Um das Ausmaß der Fußfehlstellung abzuklären, kann bei der Sichelfuß-Diagnose außerdem eine Röntgenuntersuchung zum Einsatz kommen.


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